Über das Wesen der Zeit

Aus „Schöpfung oder Zufall?“ von Deepak Chopra und Leonard Mlodinow. Deepak Chopra über das Wesen der Zeit:

Diese subjektive Zeit [,wie sie Menschen oft in Extremsituationen – Unfällen, Sport, Hochleistung, .. erleben] ist ein Konzept, das sich recht gut mit der Nach-Newtonschen Physik verträgt, in der die Vorstellung von einem objektiven Beobachter schon durch die Erkenntnisse der Relativitätstheorie ausgehebelt wurde. …. doch auf die Relativität der Zeit will ich gar nicht hinaus. Mir geht es vielmehr darum, dass Zeit immer durch irgendeine Form von Nervensystem wahrgenommen wird, und die subjektive Erfahrung daher ein ganz wesentlicher Punkt ist. … In der spirituellen Tradition Indiens nennen wir den Nullzustand des Bewusstseins samadhi: Der Geist geht über in reine Bewusstheit. Dies ist die Erfahrung der Zeitlosigkeit, der Ewigkeit. in diesem Zustand existiert die Zeit nicht als messbare Erfahrung. Erst wenn das reine Bewusstsein sich in Subjekt und Objekt aufspaltet, erfahren wir das Vergehen der Zeit.

Buddha nahm hier einen noch radikaleren Standpunkt ein. Er erklärte, dass alles zum Stillstand kommt, wenn der Geist innehält. Die Bewegung der Gedanken ist nicht nur Zeit, nein, das ganze Universum ist nicht mehr als die Bewegung der Gedanken. Dies führt zu einer radikalen Erkenntnis: der Zustand des Universums vor der Schöpfung hat sich selbst gleichsam ins Leben gedacht. Letztendlich geht es darum, dass ein stiller Geist (Gott, Brahma, das Nirwana, das Absolute) die materielle Wirklichkeit durch einen Gedanken erschafft. Ohne diese Schwingung kann die Zeit nicht einsetzen. Das selbe gilt für den Raum. Ohne diese „ursprüngliche Erschütterung“ gibt es keinen Big Bang, kein sich ausdehnendes Universum.

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„Auf dem Holzweg durchs Universum“ – Alexander Unzicker – „Warum sich die Physik verlaufen hat.“

Auf dem Holzweg durchs Universum„Auf dem Holzweg durchs Universum – Warum sich die Physik verlaufen hat“ schafft allein mit dem Titel und dem Untertitel eine wortgewaltige und bildhafte Darstellung der Probleme in der Physik, die jeder interessierte Laie spürt. Als interessierter Laie ist man aber kaum in der Lage einen so fundierten Einblick zu haben, wie Alexander Unzicker ihn als Physiker wohl hat.

Nach seinem 2010 erschienen Buch „Vom Urknall zum Durchknall – die absurde Jagd nach der Weltformel“, welches von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ 2010 zum brisantesten Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt wurde, zeigt Unzicker in „Auf dem Holzweg durchs Universum“ in 7 Teilen, warum die moderne Physik komplett am Irrweg ist.

Die Frage, warum ich dies auf einem Blog über Spiritualität und Ethik darstelle, ist leicht beantwortet. Erstens, aber weniger vordringlich, zeigt der Autor in seinem Buch auch ethische Missstände im Wissenschaftsbetrieb als ganzes auf, selbst wenn er sie nicht als solche thematisiert. Zweitens aber, bestätigt der Autor ein Gefühl, das wohl viele (spirituelle) Menschen seit langem prägt: irgendetwas stimmt da nicht mehr in der Physik und dem von ihr aufgezeigten Weltbild. Wir wissen, dass Bewusstsein unabhängig vom körperlichen Dasein stattfindet. Wir wissen auch, dass dies nicht in einem Widerspruch zur Natur steht. Wir wissen aber auch, dass uns die Physik und die darauf aufbauende „Skeptiker“bewegung in den letzten Jahrzehnten mit einer menschenverachtenden Überheblichkeit als Idioten darzustellen versucht.

Deshalb tut es wahrlich gut, wie Alexander Unzicker den Wissenschaftsbetrieb darstellt und durchleuchtet und zeigt, wie im großen und ganzen jegliche Wissenschaftlichkeit abhanden gekommen ist.

Das Buch liest sich auch herrlich frei von eigener Wertung und Weltbild, zeigt aber dass möglicherweise nichts mehr von dem, was uns die Theoretische Physik in den letzten Jahrzehnten als „Standardmodell“ verkaufen will, noch stimmt. In diesem Umfang hat es mich selbst ein wenig erschüttert, aber gewissen Verdacht bestätigt. Besonders das sogenannte „Peer Review“ scheint ein extremes Problem zu sein, da Publikationen nur von Menschen gegen gelesen werden, die im gleichen Weltbild denken und somit neue Ideen wohl keinen Platz mehr haben. Dass hier „Networking“, besser vielleicht als „Freunderlwirtschaft“ bezeichnet, ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellt, ist wohl ebenfalls von Bedeutung.

Das Buch ist in seiner Fülle und Dichte der Information überwältigend und lässt sich eine Besprechung des Werkes hier nur auszugsweise und mit Blick auf bestimmte Aspekte vornehmen. Das wichtigste Anliegen ist mir aber eigentlich, Dich und Sie dazu zu bringen, es selbst zu lesen. Spirituelle Lesen werden nun klarer verstehen, warum der Materialismus so nicht mehr haltbar ist, Physikgläubige vielleicht aus ihrem Dämmerschlaf aufwachsen. Die vermutliche Reaktion der sog. „Skeptiker“bewegung kann ich mir ja auch schon vorstellen: sie werden Herrn Unzicker wohl der Unwissenschaftlichkeit bezichtigen, „Belege“ fordern und ihn auf Seiten wie Psiram zu eine Person machen, die pseudowissenschaftlich denkt.

Im 1. Teil:  „Der Patient Physik“ stellt der Autor den aktuellen Wissenschaftsbetrieb vor, in dem das Publizieren bis der Arzt kommt, an vorderster Stelle steht. In nicht mehr überschaubaren Ausmaß erscheinen Einzelbände in vierzehntätigen Rhythmus mit jeweils mehr als 1.000 Seiten, zu deren Lektüre man, ohne aber noch viel dabei mitzudenken, rund 16 Stunden täglich brauchen würde. Damit hätten Sie aber erst die Neuigkeiten aus einem kleinen Teil der Physik intus. Man kann aber daher auch davon ausgehen, dass es sowieso niemand mehr liest!!!

Angesichts dessen, dass elementare Fragen der Physik seit Jahrzehnten ungelöst sind, bleibt gar keine andere Schlussfolgerung, als dass 99 Prozent des Inhalts von Physikal Review D irrelevant sein müssen – oder … Schrott. Und beinahe zu 100 Prozent sortenrein (Schrott, eigene Anmerkung) ist die Kategorie „theoretische Hochenergiephysik“ hep-th der dominierenden Internetplattform ArXiv, bei der von Stringtheoretikern entschieden wird, was veröffentlicht werden darf. ….. Denn vieles, was unter dem Namen Physik verkauft wird, hat nichts mehr mit ihr zu tun und daher in diesem Buch auch nichts zu suchen. Mehr

„Der Wissenschaftswahn – Warum der Materialismus ausgedient hat“, Rupert Sheldrake

In seinem neuen Grundsatzwerk, das wie eine vorläufig endgültige Antwort auf Bücher wie „Der Gotteswahn“, „Gott ist kein Hirte“ usw. wirkt, zeigt Sheldrake mit klaren Worten auf, welchem Irrglauben die moderne Naturwissenschaft unterliegt. Er leistet nichts Geringeres als eine vollständige Demontage des gängigen materialistischen Weltbildes und zeigt neue Wege des Denkens, Forschens und Erkennens.

Im Prolog des Buches zeigt Sheldrake das Glaubensbekenntnis der Naturwissenschaft auf.

Die Zehn Gebote lauten dabei:

1. Alles ist mechanistischer Natur. Hunde zum Beispiel sind nicht etwa lebende Organismen mit ihren ganz eigenen Zielsetzungen, sondern komplexe Mechanismen. Auch Menschen sind Maschinen, in Richard Dawkins‘ lebendiger Ausdrucksweise sogar „schwerfällige Roboter“. Ihre Gehirne sind wie genetische programmierte Computer.

2. Materie besitzt grundsätzlich kein Bewusstsein. Sie hat keine Innerlichkeit, keine Subjektivität, keine „Ansichten“. Auch menschliches Bewusstsein ist pure Täuschung, vorgespiegelt vom stofflichen Geschehen im Gehirn.

3. Die Gesamtheit von Materie und Energie ist immer gleich (der Urknall, mit dem alle Materie und Energie plötzlich erschien, ist die einzige Ausnahme) Mehr

Energiewende oder Energierevolution?

Prof. Dr. Claus W. Turtur

Allgemeines:

Klassische Energieträger wie Uran, Erdöl oder Gas lassen zunehmend Nachteile erkennen, hauptsächlich durch die Belastung der Umwelt, aber auch aufgrund der Endlichkeit der Vorräte und in Anbetracht der steigenden Preise. Neue Alternativen sind nötig. Vermutlich bahnt sich eine Energiewende an, Solarzellen und Windmühlen machen von sich reden. Oder zeichnet sich gar eine Energierevolution ab?  Eine bislang kaum bekannte Energieform kommt in die Diskussion, die sogenannte Raumenergie oder Vakuumenergie, oder Nullpunktsenergie – im Fachjargon der Physiker heißt sie die „Nullpunktsenergie  elektromagnetischer Wellen des Quantenvakuums“. Das sind elektromagnetische Wellen wie sichtbares Licht (und genauso harmlos sind sie), nur in einem energieärmeren Quantenzustand (also noch harmloser als Licht), und die erklären sich aus der Quantentheorie, daher der Name. Nach den Regeln der Quantentheorie können nämlich Schwingung und Wellen grundsätzlich nie zum Stillstand kommen können. Da ist immer etwas vorhanden, Ruhe ist unmöglich. Und die Energie dieser Schwingungen und Wellen kann man anzapfen und nutzen! Mehr

„Wir können davon ausgehen, dass die Welt tatsächlich so verrückt ist, wie Einstein hoffte, dass sie es nicht ist“

sagte der Wiener Physiker Anton Zeilinger schon vor Jahren voraus und hat nun wieder mal den Beweis angetreten.

Zukunft beeinflusst die Vergangenheit

In einem Experiment wurde diese Tatsache nun nachgewiesen. Hier der ORF-Artikel.

Die Konsequenzen sind verblüffend und stellen einmal mehr das Bild der klassischen Physik auf den Kopf:

Wie Zeilinger gegenüber der APA betonte, ist das Experiment „nicht nur eine philosophische Spielerei“, sondern hat auch praktische Bedeutung. Eine solche Anordnung und Prozedur mit den vier Photonen würde sich auch für sogenannte „Quanten-Repeater“ eignen, die man in Zukunft dazu nützen könnte, Quantencomputer zu verbinden. So könnte man damit Output und Input von Quantencomputern verknüpfen.

Die Konsequenz daraus klingt unglaublich und zeigt einmal mehr, wie seltsam die Quantenwelt sein kann: „Das bedeutet letztlich, dass ein Quantencomputer in der Vergangenheit mit einem Problem zu rechnen beginnen kann, das von einem Input stammt, der erst in der Zukunft existiert.“

Die Aufgabe der Geisteswissenschaften wird es nun sein, diese Tatsache in die bestehenden Modelle einzuordnen.

Persönlich sehe ich daraus tendenziell ein Indiz für Modelle des Universums, in dem es eigentlich ursprünglich keine Zeit gibt, wie es im uralten Wissen der Spirituellen aus aller Welt verankert war. Letztendlich passiert alles gleichzeitig und verändert die holographisch erlebten Welten gegenseitig. Dies ist eine Idee, die uns oft schwer fiel und nach wie vor schwer fällt, zu verstehen. Wie können Erfahrungen aus „zukünftigen“ Leben, „vergangene“ Leben beeinflussen; umgekehrt scheint es uns ja leichter nachvollziehbar.

 

Was gilt denn noch als Wissenschaft, um die Frage des Lebens, dem Universum und dem ganzen Rest zu beurteilen?

In von mir durchaus gerne führten Diskussionen in Kommentaren verschiedener Artikel in verschiedenen Blogs zum Thema Spiritualität, Religion und Atheismus, stosse ich nun auf einige Schwierigkeiten, die ich mal kurz zusammenfassen möchte.

Es sind aber keine Spitzfindigkeiten und Dummheiten, so will ich mal behaupten, sondern eigentlich Grundlagen dessen, worüber wir dabei reden und schreiben.

Um Begriffsverwirrungen hintanzuhalten, möchte ich einfach mal auch ein wenig das Modell reduzieren auf zwei Gruppen, die sich dabei  gegenüberstehen:

  1. Die ontologisch, metaphysiche Gruppe, die nach Sinn und Bewusstsein sucht, um die Welt zu erklären – nennen wir sie hier vielleicht die Spirituellen.
  2. Die rein rational, naturwissenschaftliche Gruppe atheistischer Prägung, die Sinn und Geist im Universum ausschliesst, nennen wir sie hier die Atheisten.

Bin gerne bereit, Änderungen an den Definitionen zuzulassen, zu ergänzen, erweitern oder eine dritte Gruppe mit aufzunehmen. Mehr

Hinweise auf eine Seele und ein Bewusstsein nach dem Tod

Hinweis auf die Seele und ein Leben nach dem Tod?

Die kontroverse Diskussion um Evolution oder Schöpfung zeigt, wie schwer das Gespräch zwischen Religion und Wissenschaft zumindest in der Biologie ist. Auch im Darwin-Jahr 2009 hat sich daran nicht viel geändert. Dabei wären die Biologen gut beraten, einmal über den Tellerrand zu schauen. Denn in der modernen Physik sind die Forscher gerade dabei, einen historischen Brückenschlag zwischen Religion und Naturwissenschaft zu realisieren. Dies gilt insbesondere für die Quantenphysik.

So kommen immer mehr Physiker mittlerweile zu dem Schluss, dass menschliches Bewusstsein auch außerhalb des Körpers möglich ist und den Tod überwinden könnte. Dies wäre der erste naturwissenschaftliche Hinweis auf eine unsterbliche Seele. Vorreiter solcher Ideen war der deutsche Physiker Professor Dr. Hans-Peter Dürr. Inzwischen stößt der amerikanische Physiker Jack Sarfatti in ein ganz ähnliches Horn. Seiner Meinung nach enthält die moderne Quantenphysik den Schlüssel für den Dualismus von Leib und Seele. Mehr

Beweis für die ewige Existenz der Seele – abgeleitet von A. Einstein

Die berühmteste Einsteingleichung besagt

E=m * c²

Energie ist gleich der Masse zweimal multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit.

Diese Gleichung besagt, Masse besteht aus Energie. Das ganze Universum besteht aus Energie, auch die für uns sichtbare Masse ist nichts anderes…

Energie kann nicht einfach „entstehen“ oder „aufhören“ – sie existiert ewig. Ein Universum ist von seinem Anfang an mit einer gewissen konstanten Masse (bzw. Energie) ausgestattet.

Wenn also das ganze Universum aus Energie besteht (ob freier oder „kondensierter“ in der Form von Materie), dann ist auch unser eigenes ICH (Bestandteil des Universums) eine Form von Energie, die    nie aufhört zu existieren, sobald sie einmal „da ist“.

Die Naturwissenschaft selbst liefert den Beweis von der Unsterblichkeit der Seele, sofern sie zugibt, etwas wie „Seele“ würde existieren.

http://seelenwelten.over-blog.de/article-18-beweis-fur-ewige-existenz-der-seele-abgeleitet-von-a-einstein-59397087.html

Spiritualität ist die Zukunft – Teil 1

Im Folgenden möchte ich ein Werk zusammenfassen, von dem ich meine, dass es ein Standardwerk für die sich abzeichnende Änderung der Kultur im 21. Jahrhundert sein könnte.

Copthorne Macdonald „Spiritualität ist die Zukunft“ – Ein neue Weisheitskultur für das 21. Jahrhundert, erschienen auf Deutsch im Via Nova Verlag.

Einführung

Die Evolution des Bewusstseins. Der Übergang von der mytischen zur rationalen Weltsicht brachte einen Zuwachs an Faktenwissen und Sinnverlust. Sinn und ethisches Fundament könnten durch Entwicklung einer transrationalen Tiefenerkenntnis zurückgewonnen werden. In den sich entwickelnden Religionen des Judentums und Christentums wurden Glaubensüberzeugungen in Bildern und Mythen formuliert, welche buchstäblich ausgelegt wurden und so zu den starren Dogmen der Kirchen geführt haben. Die Zeit ab 1500 war mit einem allmählichen Übergang zur rationellen Weltsicht geprägt. Naturwissenschaften entstanden und Naturgesetze wurden formuliert. Die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Lehren wurden durch Darwin, Kopernikus, Galileis Theorien erschüttert und die Menschen verloren bis ins 20. Jahrhundert das Vertrauen in die Kirchen als Hüterinnen der Wahrheit. Die Wissenschaft beantwortete zwar die zentrale Frage „Was geschieht hier eigentlich?“ weit besser als die Religion, die Fragen nach dem Sinn und „Was soll ich tun? Was soll ich lassen?“ wurden von ihr nicht einmal berührt, was auch wiederum zu Enttäuschung führte. Besonders Geisteswissenschafter, die philosophische, ästhetische und ethische Fragen behandeln, wollten sich nicht mit der Einstellung der Naturwissenschaften zufrieden geben, daß was nicht entdeckt und gemessen werden kann, nicht existiert.

Fortschritt und Wachstum wurden zum wichtigsten Thema, aber bald erkannte man die Grenzen des Wachstums und es kam zur Entwicklung gegenläufiger Tendenzen, insbesondere auch Selbsterfahrung in östlichenWegen. Es begann eine Entwicklung zu transrationalem Denken, zu Tiefenerkenntnis und Weisheit, gleichzeitig erfüllten sich in den meisten Lebensbereichen der Umwelt die schlimmsten Befürchtungen der Warner aus den 1960er jahren.

Die Kernthese des Buches lautet daher: Wenn wir die Lage der Menschheit nur gründlich, umfassend und klar genug verstehen, wird sich auch, für das Leben des Einzelnen wie für die Welt als Ganzes, zeigen, was getan werden muss. Deshalb wird für die Entwicklung der Tiefenerkenntnis, einer Weisheit, die breit vernetztes Wissen (Geistes- plus Natur- plus Sozialwissenschaften) und durch Introspektion gewonnenes Wissen harmonisch eingebettet sind, plädiert. Also ist die Tiefenerkenntnis Ergebnis zweier Aktivitäten:

  1. Erwerb relevanten intellektuellen Wissens durch Beendigung der Isolation von Natur-, Geistes- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Verbindung aller.
  2. Streben nach Selbsterkenntnis im Sinne der Erforschung der eigenen Seele, was zur Erkenntnis führt, wie unser inneres, subjektives Leben abläuft, was weiterhin zu ethischen Einsichten und Verhalten, innerem Frieden und neuer Freiheit, ja sogar zur Erkenntnis der Ur-Realität führt.

Das Grosse Ganze

Die Naturwissenschaft informiert darüber, was geschieht, erklärt aber nicht, was es bedeutet. Bedeutung ist kontextabhängig und ergibt sich aus einem komplexen Beziehungsnetz. Klarheit über die Bedeutung von Dingen ist aber für ein erfülltes, reiches Leben unbedingt erforderlich, denn aus ihr ergeben sich Ziele und Orientierungen.

Das Wesen der Ur-Realität

Jede Beschreibung der Realität kann nach Wilber „richtig, aber einseitig“ sein, was bedeutet, dass, mag eine Beschreibung auch vollkommen richtig sein, sie notwendig einseitig ist. Für eine möglichst umfassende Erkenntnis der Realität sollen wir daher möglichst viele richtige, aber einseitige Perspektiven einnehmen. (Beispiel Physik: klassische Physik, Allgemeine Relativitätstheorie, Quantentheorie)

Es wäre ja möglich, sogar wahrscheinlich, dass eine umfassende Theorie entsteht, die all diese Facetten der Realität zusammenbündelt. Wheeler kombinierte die Theorien mit der Informationstheorie, dass alle physischen Dinge ursprünglich Information sind und wir in naher Zukunft fähig sein werden, alles Physikalische in der Sprache der Information zu verstehen und auszudrücken.

Quarks und Elementarteilchen stellen die Ur-Bausteine der Realität dar, welche aber nur eine Stufe über der Ur-Realität stehen. Aus der Perspektive der Physik ist Energie die Ursubstanz, jene Realität, welche diesen Ur-Bausteinen noch zu Grund liegt. Diese durch die Wissenschaft fundierte Vorstellung der Ur-Realität ist der durch Intuition fundierten Vorstellung sehr ähnlich, welche vor etwa 3000 Jahren in verschiedenen Teilen der Welt auftauchte (Upanischaden, Hindu-Philosophie, Laotse, Kabbala). Für Spinoza etwa war der Begriff für diese Ur-Realität „Gott“, nicht aber in der Form des persönlichen Gottes im Judentum, oder Christentum. Gott und Natur sah er nur als zwei Bezeichnungen für ein und dieselbe Realität.

Diese Sicht der Dinge begann für die moderen Wissenschaft mit Beginn des Informationszeitalters Sinn zu machen, erst in Form der Erkenntnisse über die DNS, für Computer und Radio und man lernte, dass jede Information einen Träger braucht. Information ist somit kein Ding an sich, sondern ein Muster signifikanter Differenzen, das irgendeinem realen Ding aufliegt oder von ihm getragen wird.

Weiterhin ist Energie erforderlich, die wie man feststellte unzerstörbar und wirklich allen Dingen zu Grund liegt. (1. Hauptsatz der Thermodynamik und E=mc²). Seit dem Urknall ist aus dem ursprünglichen Energiefonds – gelenkt von den Algorithmen der Naturgesetze – eine fast unendliche Menge sich forwährend verändernder Information entstanden. Damit kommt die moderen Wissenschaft zum Erstaunen vieler zum selben Bild der Wirklichkeit, wie wir es in den alten Schriften vorfinden, wenn auch die Ausdrücke anders waren.

Die Entwicklung der Informationskomplexität

Es folgt Geschichte der Evolution in ihrer allgemeinsten Form, um die Enstehung neuer, interessanter und sinnvoller Informationsmuster, jedweder, nicht nur biologischer Art, wie also aus dem Eine das Viele wird, aus Geist Natur oder  wie Energie ihren Informationsträger schuf. Komplexitätstheorie ist der Terminus für eine Anzahl Theorien, die auf unterschiedliche Weise ein Licht auf den Ursprung der Informationskomplexität werfen – beispielhaft werden Systemtheorie, Evolutionstheorie, Chaostheorie und  Netzwerk-Theorie genannt.

Ervin Laszlo beschreibt das Entstehen von geordneter Komplexität Schritt für Schritt als immer umfassendere Hierarchie natürlicher Systeme, Holons – Atom, Molekül, Zelle, Organismus, Arten, Ökosysteme, …

Im Rahmen der Systemtheorie werden die Hauptereignisse bei der Durchdringung des Universums mit Information aufgezeigt. Dabei vollzieht sich die Entwicklung von Teilchen zu Atomen, zu Molekülen gemäß dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, der aussagt, dass, auch wenn die Summe der Energie im Universum konstant bleibt, bei immer mehr Entstehung von Information weniger Energie verfügbar ist. Vereinigen sich Holons auf einer höheren Stufe, wird lokale Information geschaffen, während die lokale Entropie sinkt. Zwischen Energie, Entropie und Information bestehen mathematische Beziehungen.

Das menschliche Denken

Wir Menschen leben in einer inneren Welt subjektiver Erfahrungen. Neurologische Forschungen und Bewusstseinsphilosophie haben uns befriedigende Antworten auf Fragen zum Verhältnis zum materiellen Universum und den Gehirnstrukturen nähergebracht.

Geschichtlich entwickelten sich vier Strömungen:

  1. Cartesischer Dualismus (Materie und Geist vollkommen getrennt, René Descartes)
  2. Physischer Monismus (Thomas Hobbes, Universum nur materiell,  keine Existenz einer vom Körper getrennten Seele)
  3. Zweiseitger Monismus (Spinoza, Einklang mit Philosophia perennis,  es gibt nur einen Gott = Natur, es gibt nur eine Ursubstanz, in welcher Mentales und Phyisches verwurzelt sind)
  4. Idealistischer Monismus (Berkeley, Wirklichkeit ist etwas Mentales, Gottliches Bewusstsein und unterschiedliche Bewusstseinszentren)

Zur Überprüfung dieser Modelle, die sich gegenseitig ausschlossen und Untermodelle entwickelten, brauchte man empirische Kenntnisse und wissenschaftliche Daten. Zuerst versuchte man dies durch experimentelle Introspektion, welche später vom rein materiellen Behavourismus abgelöst wurde, auch die neurologische Forschung kam mehr in den Mittelpunkt der Untersuchungen.

Auf dem Weg zu einer Wissenschaft des Bewusstseins

In den 1990er Jahren kam es zur Entstehung von Periodika und einer interdisziplären Konferenzenfolge zur Entwicklung einer Wissenschaft des Bewusstseins, deren vorderste Frage als „Härtefrage“ bezeichnet wird

  1. Wie kann Bewusstsein aus Materie entstehen? bzw. warum sollte ein neuronales System bestimmter Komplexität das Phänomen Bewusstsein hervorbringen?
  2. Ist Bewusstsein ein Epiphänomen oder eine Ursache?
  3. Wie verknüpfen sich verschiedene Aspekte bewusster Erfahrung zu einem einzigen Erfahrungsfeld? (Verbindungsproblem)

So kam es zu einer Reduktion der Anzahl plausibler Theorien durch angewandte Forschungsergebnisse,  insbesondere des Cartesischen Dualismus, der Central-State-Theorie und der Epiphänomen-Hypothese.

Interessanter ist aber welche Theorien durch die Forschungen gestützt werden, dies ist inbesondere der Neuronale Informationsstrom und „Große Werkstatt“, das Bewusstsein als Ur-Phänomen, die quantenmechanische Sicht und der Pansensitivismus.

Die Informationsträger-Erklärung des Menschlichen Denkens sieht das Konzept vor, dass das Mentale ebenso fundamental ist wie das Materielle. Eine psychophysische Urrealität wäre dann nicht nur Träger physischer, sondern auch mentaler Informationen. Für die Funktion der Energie als mentaler Informationsträger verwendet sie die Bezeichnung Bewusstheit, auch wenn weitere Begriffe zur Auswahl stünden.

Seine Rolle und Funktionen sind:

  • Bewusstheit ist Grundlage, Medium und Träger des Denkens
  • Bewusstheit erlaubt bewusstes Erleben
  • Bewusstheit ist die subjektive Eigenschaft, die bei Erregung des Gehirns auftritt
  • Bewusstheit ist das lebendige Medium, das, mo
  • duliert durch Nerventätigkeit, zu mentaler Qualia wird – zu Denken mit Informationsinalten

Die Frage nach dem Ziel des Kosmos

wird fortgesetzt.

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