Zeitkristalle und das Wesen der Zeit in neuem Experiment

grenz|wissenschaft-aktuell brachte einen interessanten Artikel über einen Versuch des Physik-Nobelpreisträgers Frank Wilczek:

Die Hoffnung der Wissenschaftler ist die, dass Zeitkristalle der Physik neue
Wege aufzeigen können, wie sie die zwar präzisen aber immer noch unvollständigen
Gesetze der Quantenmechanik zu einer größeren Theorie erweitern
könnten.

Laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie (über Gravitation
und die Struktur des Universums) sind die Dimensionen von Zeit und Raum
miteinander in einer Struktur verwoben, die wir als „Raum-Zeit“ bezeichnen. Die
Quantenmechanik (die Interaktionen auf subatomarer Ebene beschreibt), stellt die
Zeit-Dimension in einer anderen Form da, wie die drei Dimensionen des Raumes und
erzeugt so eine Asymmetrie.

Dieser unterschiedliche Umgang mit Zeit ist
einer der Gründe für die Inkompatibilität zwischen Allgemeiner
Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Um beide zusammenzubringen, muss
mindestens eine der beiden verändern werden, um – so das Ziel theoretische
Physiker – zu einer umfassenden Theorie über die Quanten-Gravitation werden zu
können.

Wenn Zeitkristalle nun aber in der Lage wären, die Zeit-Symmetrie
in gleicher Weise aufzubrechen, wie konventionelle Kristalle die Raum-Symmetrie,
„so würde dies zeigen, dass in der Natur diese beiden Quantitäten ähnliche
Eigenschaften haben und dass sich dieser Umstand auch in einer Theorie
widerspiegeln sollte“, erläutert Häffner. In einem solchen Fall wäre die
Quantenmechanik inadäquat und es müsste eine bessere Quantentheorie gefunden
werden, die Zeit und Raum sozusagen als zwei Fasern des gleichen Gewebes
behandeln müsse.

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„Auf dem Holzweg durchs Universum“ – Alexander Unzicker – „Warum sich die Physik verlaufen hat.“

Auf dem Holzweg durchs Universum„Auf dem Holzweg durchs Universum – Warum sich die Physik verlaufen hat“ schafft allein mit dem Titel und dem Untertitel eine wortgewaltige und bildhafte Darstellung der Probleme in der Physik, die jeder interessierte Laie spürt. Als interessierter Laie ist man aber kaum in der Lage einen so fundierten Einblick zu haben, wie Alexander Unzicker ihn als Physiker wohl hat.

Nach seinem 2010 erschienen Buch „Vom Urknall zum Durchknall – die absurde Jagd nach der Weltformel“, welches von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ 2010 zum brisantesten Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt wurde, zeigt Unzicker in „Auf dem Holzweg durchs Universum“ in 7 Teilen, warum die moderne Physik komplett am Irrweg ist.

Die Frage, warum ich dies auf einem Blog über Spiritualität und Ethik darstelle, ist leicht beantwortet. Erstens, aber weniger vordringlich, zeigt der Autor in seinem Buch auch ethische Missstände im Wissenschaftsbetrieb als ganzes auf, selbst wenn er sie nicht als solche thematisiert. Zweitens aber, bestätigt der Autor ein Gefühl, das wohl viele (spirituelle) Menschen seit langem prägt: irgendetwas stimmt da nicht mehr in der Physik und dem von ihr aufgezeigten Weltbild. Wir wissen, dass Bewusstsein unabhängig vom körperlichen Dasein stattfindet. Wir wissen auch, dass dies nicht in einem Widerspruch zur Natur steht. Wir wissen aber auch, dass uns die Physik und die darauf aufbauende „Skeptiker“bewegung in den letzten Jahrzehnten mit einer menschenverachtenden Überheblichkeit als Idioten darzustellen versucht.

Deshalb tut es wahrlich gut, wie Alexander Unzicker den Wissenschaftsbetrieb darstellt und durchleuchtet und zeigt, wie im großen und ganzen jegliche Wissenschaftlichkeit abhanden gekommen ist.

Das Buch liest sich auch herrlich frei von eigener Wertung und Weltbild, zeigt aber dass möglicherweise nichts mehr von dem, was uns die Theoretische Physik in den letzten Jahrzehnten als „Standardmodell“ verkaufen will, noch stimmt. In diesem Umfang hat es mich selbst ein wenig erschüttert, aber gewissen Verdacht bestätigt. Besonders das sogenannte „Peer Review“ scheint ein extremes Problem zu sein, da Publikationen nur von Menschen gegen gelesen werden, die im gleichen Weltbild denken und somit neue Ideen wohl keinen Platz mehr haben. Dass hier „Networking“, besser vielleicht als „Freunderlwirtschaft“ bezeichnet, ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellt, ist wohl ebenfalls von Bedeutung.

Das Buch ist in seiner Fülle und Dichte der Information überwältigend und lässt sich eine Besprechung des Werkes hier nur auszugsweise und mit Blick auf bestimmte Aspekte vornehmen. Das wichtigste Anliegen ist mir aber eigentlich, Dich und Sie dazu zu bringen, es selbst zu lesen. Spirituelle Lesen werden nun klarer verstehen, warum der Materialismus so nicht mehr haltbar ist, Physikgläubige vielleicht aus ihrem Dämmerschlaf aufwachsen. Die vermutliche Reaktion der sog. „Skeptiker“bewegung kann ich mir ja auch schon vorstellen: sie werden Herrn Unzicker wohl der Unwissenschaftlichkeit bezichtigen, „Belege“ fordern und ihn auf Seiten wie Psiram zu eine Person machen, die pseudowissenschaftlich denkt.

Im 1. Teil:  „Der Patient Physik“ stellt der Autor den aktuellen Wissenschaftsbetrieb vor, in dem das Publizieren bis der Arzt kommt, an vorderster Stelle steht. In nicht mehr überschaubaren Ausmaß erscheinen Einzelbände in vierzehntätigen Rhythmus mit jeweils mehr als 1.000 Seiten, zu deren Lektüre man, ohne aber noch viel dabei mitzudenken, rund 16 Stunden täglich brauchen würde. Damit hätten Sie aber erst die Neuigkeiten aus einem kleinen Teil der Physik intus. Man kann aber daher auch davon ausgehen, dass es sowieso niemand mehr liest!!!

Angesichts dessen, dass elementare Fragen der Physik seit Jahrzehnten ungelöst sind, bleibt gar keine andere Schlussfolgerung, als dass 99 Prozent des Inhalts von Physikal Review D irrelevant sein müssen – oder … Schrott. Und beinahe zu 100 Prozent sortenrein (Schrott, eigene Anmerkung) ist die Kategorie „theoretische Hochenergiephysik“ hep-th der dominierenden Internetplattform ArXiv, bei der von Stringtheoretikern entschieden wird, was veröffentlicht werden darf. ….. Denn vieles, was unter dem Namen Physik verkauft wird, hat nichts mehr mit ihr zu tun und daher in diesem Buch auch nichts zu suchen. Mehr

Was ist real? Die Physik weiss es nicht!

Die Frage danach was Realität ist, ist wohl eine der ältesten, seit Menschen denken und philosophieren.

Am einfachsten scheint uns ja die Alltagserfahrung: real ist das, was ich sehe, messen und beobachten kann. Wenn das nun mehrere Menschen immer wieder können, dann gilt es als wahr und so entstanden die Theorien der gesamten klassischen Mechanik. Die Bewegung dieser massenhaften Körper, Maschinen, Elektrizität, Elektronik – all das ist real. So scheint es.

Während vor dem Beginn der Zeit der klassischen Physik auch immaterielles, geistiges als real, als wahr gesehen wurde, wird dies mehr und mehr verdrängt und ins Reich der Phantasie verdrängt. Gedanken, Träume, Gefühle werden auch nur zu Blitzen im Neuronenstrom des Gehirns reduziert, weniger weil dies bewiesen werden kann, eher weil es „so sein muss“. Ein zwar nicht sehr wissenschaftliches Vorgehen, aber durchaus verständlich, wenn man keine andere Chance sieht oder sehen will. Bei berechtigter Kritik kommt meist die Antwort der Neurologen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es bewiesen ist. Gute Antwort. Mehr

„Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht“

sagte einst Albert Einstein. Dabei wird sich erst zeigen, ob er nicht doch ein wenig boshaft ist, wenn man sich die neuesten Auswertungen über das neu am CERN entdeckte Partikel ansieht, das nun eher doch nicht das Higgs-Partikel ist.

Welche Folgen das haben könnte, ist hier zu erfahren:

Higgs oder Hochstapler weist einen Überblick durch den Theorien-Dschungel.

Möglicherweise stimmt das Standardmodell der Physik nicht, worauf einige Physiker hoffen, weil es sonst eher langweilig wäre.

Der Artikel zeigt die aktuell diskutierten Erweiterungen des Modells, das nun doch wieder Platz für weitere Dimensionen lässt. Eher bleibt Platz für Gott im Universum, wenn das sog. Gottes-Partikel (das seinen Namen nur der ursprünglich geplanten Publikation „The goddamn particle“ verdankt) nicht das gesucht Higgs-Teilchen ist.

„Wir können davon ausgehen, dass die Welt tatsächlich so verrückt ist, wie Einstein hoffte, dass sie es nicht ist“

sagte der Wiener Physiker Anton Zeilinger schon vor Jahren voraus und hat nun wieder mal den Beweis angetreten.

Zukunft beeinflusst die Vergangenheit

In einem Experiment wurde diese Tatsache nun nachgewiesen. Hier der ORF-Artikel.

Die Konsequenzen sind verblüffend und stellen einmal mehr das Bild der klassischen Physik auf den Kopf:

Wie Zeilinger gegenüber der APA betonte, ist das Experiment „nicht nur eine philosophische Spielerei“, sondern hat auch praktische Bedeutung. Eine solche Anordnung und Prozedur mit den vier Photonen würde sich auch für sogenannte „Quanten-Repeater“ eignen, die man in Zukunft dazu nützen könnte, Quantencomputer zu verbinden. So könnte man damit Output und Input von Quantencomputern verknüpfen.

Die Konsequenz daraus klingt unglaublich und zeigt einmal mehr, wie seltsam die Quantenwelt sein kann: „Das bedeutet letztlich, dass ein Quantencomputer in der Vergangenheit mit einem Problem zu rechnen beginnen kann, das von einem Input stammt, der erst in der Zukunft existiert.“

Die Aufgabe der Geisteswissenschaften wird es nun sein, diese Tatsache in die bestehenden Modelle einzuordnen.

Persönlich sehe ich daraus tendenziell ein Indiz für Modelle des Universums, in dem es eigentlich ursprünglich keine Zeit gibt, wie es im uralten Wissen der Spirituellen aus aller Welt verankert war. Letztendlich passiert alles gleichzeitig und verändert die holographisch erlebten Welten gegenseitig. Dies ist eine Idee, die uns oft schwer fiel und nach wie vor schwer fällt, zu verstehen. Wie können Erfahrungen aus „zukünftigen“ Leben, „vergangene“ Leben beeinflussen; umgekehrt scheint es uns ja leichter nachvollziehbar.

 

Hinweise auf eine Seele und ein Bewusstsein nach dem Tod

Hinweis auf die Seele und ein Leben nach dem Tod?

Die kontroverse Diskussion um Evolution oder Schöpfung zeigt, wie schwer das Gespräch zwischen Religion und Wissenschaft zumindest in der Biologie ist. Auch im Darwin-Jahr 2009 hat sich daran nicht viel geändert. Dabei wären die Biologen gut beraten, einmal über den Tellerrand zu schauen. Denn in der modernen Physik sind die Forscher gerade dabei, einen historischen Brückenschlag zwischen Religion und Naturwissenschaft zu realisieren. Dies gilt insbesondere für die Quantenphysik.

So kommen immer mehr Physiker mittlerweile zu dem Schluss, dass menschliches Bewusstsein auch außerhalb des Körpers möglich ist und den Tod überwinden könnte. Dies wäre der erste naturwissenschaftliche Hinweis auf eine unsterbliche Seele. Vorreiter solcher Ideen war der deutsche Physiker Professor Dr. Hans-Peter Dürr. Inzwischen stößt der amerikanische Physiker Jack Sarfatti in ein ganz ähnliches Horn. Seiner Meinung nach enthält die moderne Quantenphysik den Schlüssel für den Dualismus von Leib und Seele. Mehr

Beweis für die ewige Existenz der Seele – abgeleitet von A. Einstein

Die berühmteste Einsteingleichung besagt

E=m * c²

Energie ist gleich der Masse zweimal multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit.

Diese Gleichung besagt, Masse besteht aus Energie. Das ganze Universum besteht aus Energie, auch die für uns sichtbare Masse ist nichts anderes…

Energie kann nicht einfach „entstehen“ oder „aufhören“ – sie existiert ewig. Ein Universum ist von seinem Anfang an mit einer gewissen konstanten Masse (bzw. Energie) ausgestattet.

Wenn also das ganze Universum aus Energie besteht (ob freier oder „kondensierter“ in der Form von Materie), dann ist auch unser eigenes ICH (Bestandteil des Universums) eine Form von Energie, die    nie aufhört zu existieren, sobald sie einmal „da ist“.

Die Naturwissenschaft selbst liefert den Beweis von der Unsterblichkeit der Seele, sofern sie zugibt, etwas wie „Seele“ würde existieren.

http://seelenwelten.over-blog.de/article-18-beweis-fur-ewige-existenz-der-seele-abgeleitet-von-a-einstein-59397087.html

Die Seele existiert auch nach dem Tod

http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die-Seele-existiert-auch-nach-dem-Tod.html

Die Seele existiert auch nach dem Tod

Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten von rätselhaften Phänomenen – häufig von einem Tunnel, an dessen Ende Licht erstrahlt. Auch seriöse Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt.

(Von Rolf Froböse)

Gewöhnlich nur im engsten Freundeskreis berichtet der amerikanische Chemiker James Grant, der mehrere Jahre in Deutschland an einem Max-Planck-Institut tätig war, über ein sonderbares Erlebnis während seines Studiums, das er nicht nur in den USA, sondern auch in London absolviert hatte. Da im Studentenheim kein Platz mehr frei gewesen sei, habe er sich gleich nach seiner Ankunft in eine Warteliste eingetragen. Unerwartet rasch sei jedoch ein Zimmer frei geworden.

Kurz nach dem Einzug sei er eines Nachts aufgewacht und habe in seinem Zimmer im Schein einer Straßenlaterne einen jungen Mann mit schwarzem, lockigem Haar bemerkt. Er habe sich furchtbar erschreckt und dem vermeintlichen Nachbarn gesagt, dass er sich wohl im Zimmer geirrt habe. Doch dieser habe überhaupt nicht reagiert, sondern ihn nur tieftraurig angeschaut. Nach dem Einschalten des Lichtes sei die Gestalt nicht mehr wahrnehmbar gewesen.

„Da ich mir absolut sicher war, dass ich nicht geträumt hatte, erzählte ich am nächsten Morgen der Heimleiterin von der seltsamen Begegnung und beschrieb ihr genau, wie der junge Mann ausgesehen hat“, berichtet Grant. Daraufhin habe diese kurz im Archiv gesucht und ihm ein Foto gezeigt, auf dem er sofort den jungen Mann erkannt habe. Das schier Unglaubliche beschreibt Grant wie folgt: „Als ich sie fragte, um wen es sich handele, erwiderte sie mit bebender Stimme, dass es mein Vormieter gewesen sei, der sich kurz zuvor das Leben genommen habe.“

Die Geschichte klingt nach Halluzination oder Esoterik. Immerhin: Die Quelle ist ein vertrauenswürdiger Naturwissenschaftler. Nicht minder fantastisch ist die Vision, die der schwedische Naturwissenschaftler und Theologe Emanuel von Swedenborg (1688 bis 1772) nach bezeugten Quellen im Jahr 1759 gehabt haben soll: Er hatte eines Abends die Vision, dass im 450 Kilometer entfernten Stockholm, seiner Heimatstadt, ein Feuer ausgebrochen, aber einige Häuser vor seiner Wohnung zum Stillstand gekommen sei. Ein Bote hatte später seine Eingebung bestätigt. Professor Hans Schwarz, Ordinarius für Evangelische Theologie an der Universität Regensburg, studierte hierzu die zeitgenössischen Quellen und kam zu dem Schluss, dass Swedenborgs Bericht glaubwürdig ist.

Erstaunlicherweise gibt es aber eine Vielzahl von Menschen, die im Gespräch unter vier Augen von Erlebnissen berichten, die nach landläufiger Meinung als übernatürlich gelten. Aus Furcht, fortan als unglaubwürdig abgestempelt zu werden, scheuen die meisten von ihnen jedoch das Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Hat die Naturwissenschaft etwas zu solchen Vorstellungen zu sagen? Inzwischen gibt es eine Reihe von namhaften Physikern, die solche Effekte für real halten. Dabei kommen sie zu dem revolutionären Schluss, dass es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt. Das Fundament für die atemberaubende These liefert das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung.

Einstein ist auf Effekt der „Spukhaften Fernwirkung“ gestoßen

Bereits Albert Einstein ist auf diesen seltsamen Effekt gestoßen, hat ihn aber als „spukhafte Fernwirkung“ später zu den Akten gelegt. Erst in jüngerer Zeit hat unter anderen der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger den experimentellen Nachweis dafür geliefert, dass dieser Effekt in der Realität tatsächlich existiert. Und auch einer der renommiertesten Quantenphysiker der Gegenwart, Professor Hans-Peter Dürr, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München, vertritt heute die Auffassung, dass der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist.

Der Dualismus zwischen Körper und Seele ist für ihn ebenso real wie der Welle-Korpuskel-Dualismus kleinster Teilchen, also die Tatsache, dass Licht beide scheinbar gegensätzlichen Formen annehmen kann: elektromagnetische Welle und „handfestes Teilchen“. Seiner Auffassung nach existiert auch ein universeller Quantencode, in den die gesamte lebende und tote Materie eingebunden ist. Dieser Quantencode soll sich seit dem Urknall über den gesamten Kosmos erstrecken.

Konsequenterweise glaubt Dürr an eine Existenz nach dem Tode. „Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere“, zeigt er sich überzeugt. Insofern sei unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen.

Ganz neu sind solche Ideen nicht, denn der Psychologe und Psychiater Carl Gustav Jung hat mit dem Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli bereits ab 1947 einen lebhaften Briefwechsel geführt und nach einer physikalischen Deutung sogenannter Synchronizitäten gesucht. Dahinter verbergen sich Zufälle oder zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, vom Beobachter jedoch als „sinnhaft“ und logisch empfunden werden.

Erstaunlicherweise wurde der intensive Briefwechsel zwischen Jung und Pauli über ein halbes Jahrhundert lang nicht weiter zur Kenntnis genommen. Offensichtlich war die Vorstellung, dass Seelenzustände und die unbelebte Welt miteinander verknüpft und aufeinander wirken sollten, der Forscherelite zu verwegen für eine ernsthafte Diskussion.

Schützenhilfe hat Vorreiter Dürr unterdessen vor Kurzem von dem Heidelberger Physiker Professor Markolf H. Niemz bekommen. Dieser glaubt, dass sich nach dem Tod eines Menschen die Seele mit Lichtgeschwindigkeit verabschiedet. Niemz lehrt an der Universität Heidelberg Medizintechnik. Daneben beschäftigt er sich intensiv mit der Nahtodforschung. Letztere lieferte die entscheidenden Impulse für seine These.

Betroffene fühlen sich in eine Art Tunnel hineingezogen

Bei einem sogenannten Sterbeerlebnis erfährt der Betroffene plötzlich das Gefühl, dass sich seine Seele von seinem physischen Körper trennt und über dem Schauplatz der Ereignisse zu schweben scheint. Nur Augenblicke später scheint sich eine Art Tunnel zu öffnen. In ihn fühlt sich der Betroffene „hineingezogen“ und schwebt bis zu einem hellen, nicht blendenden Licht an dessen Ende.

Bei diesem „Licht am Ende des Tunnels“ sieht Niemz Parallelen zu einer simulierten Reise in einem Raumschiff nahe der Lichtgeschwindigkeit. Dabei wird durch den sogenannten Searchlight-Effekt der Eindruck erweckt, als bewege sich alles von vorn auf den Betrachter zu. Einen ähnlichen Effekt beobachten wir bei einer Autofahrt durch winterliches Schneegestöber.

In ganz ähnlicher Weise führt dieser Effekt bei einem schnell bewegten Objekt, das sich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit durch das Weltall bewegt, zu einer Bündelung der Lichtstrahlen von vorn, während die übrigen Teile des Alls mit Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit immer dunkler erscheinen. Dabei hat der Betrachter das Gefühl, durch eine dunkle Röhre hindurch eine strahlende Lichtquelle am Ende dieses fiktiven Tunnels anzusteuern.

Auch Christian Hellweg ist von dem Quantenzustand des Geistes überzeugt. Der Wissenschaftler hat sich nach dem Abschluss seines Physik- und Medizinstudiums am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen jahrelang mit der wissenschaftlichen Erforschung der Hirnfunktionen beschäftigt. Seine These bringt er wie folgt auf den Punkt: „Die Eigenschaften des Geistigen entsprechen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen.“

Der vor zwei Wochen verstorbene, legendäre amerikanische Physiker Professor John A. Wheeler sagte: „Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich. Doch solche Hoffnungen wurden durch eine Serie neuer Experimente zunichtegemacht.“

Last, not least macht auch der britische Kernphysiker und Molekularbiologe Jeremy Hayward von der Universität Cambridge aus seiner Überzeugung keinen Hehl: „Manche durchaus noch der wissenschaftlichen Hauptströmung angehörende Wissenschaftler scheuen sich nicht mehr, offen zu sagen, dass das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eines der Grundelemente der Welt sein könnte“, versichert er. Zusammenfassend kommt er zu dem Schluss, dass das menschliche Bewusstsein möglicherweise sogar grundlegender als Raum und Zeit sei.

Sollten sich die Thesen der Avantgarde unter den Physikern in nachfolgenden Forschungen bestätigen, dürfte dies unser Weltbild maßgeblich beeinflussen. So würden sich Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie der rechte und der linke Schuh eines Menschen.

Der Text enthält Exklusivauszüge aus dem gerade erschienenen Buch des Autors „Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal“. Verlag BoD Norderstedt, ISBN 3833474203, Preis EUR 14.90.

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