Willkommen im Neuen Jahr, im Jahr Eins nach dem Weltenende oder Zeitenwende

Nachdem kein Weltuntergang stattgefunden hat (und ich auch keinen erwartet habe) und ich mich bisher aus dem Thema auch komplett herausgehalten habe, möchte ich nun ein paar Worte, eher humorvoll dazu beitragen. Nach einem recht stressigen Dezember und Jahreswechsel blieb mir kaum Zeit, hier zu viel schreiben. Ich habe aber hin und wieder vor allem auch Artikel von eifrigen Wissenschaftsfreaks gelesen, die viel Geld damit verdienen, Bücher zu schreiben, in dem sie belegen wollen, dass Ende 2012 die Welt nicht endet. Und die, die keine Bücher schreiben, bringen viele Artikel in Blogs dazu.

Ich finde das in mehrfacher Hinsicht belustigend. Autoren, die versuchen vorauszusagen, dass es zu keinem Weltuntergang zu einem bestimmten Zeitpunkt kommt, haben es doppelt gut. Erstens ist die Wahrscheinlichkeit an sich eher gering, und zweitens, wenn er doch einträfe, bräuchten Sie sich nicht mehr zu rechtfertigen, weil wohl keine großen Kommentare mehr folgen würden. Im Gegensatz haben ja Propheten eines Weltendes es schwieriger, weil sie danach gefragt werden könnten, warum die Prognose falsch war. Also mit einer „wissenschaftlichen“ Prognose, dass die Welt nicht untergeht, liege ich quasi immer gut.

Oft wird das Vorhersagen von Weltuntergängen auch immer sehr der „Esoterik“szene zugeschrieben. Das ist auch nicht unbedingt richtig. Auch viele Atheisten und rein materialist-wissenschaftliche Menschen beschäftigen sich mit dem Thema, es werden Statistiken mit Wahrscheinlichkeiten aufgestellt und Dokumentationen produziert. So titelte auch das Magazin „Welt der Wunder“ in der Ausgabe 10/12 mit „ENTHÜLLT! Aus den Geheimakten der Risikoforscher: Die größten Gefahren für die Menschheit“ und listen wieder mal auf, wie wahrscheinlich und zerstörerisch die üblichen Verdächtigen wie Asteroideneinschlag, Supervulkanausbruch, Globaler Nuklearkrieg, Sonnensturm der höchsten Kategorie, Apokalyptischer Dominoeffekt, Pandemien, Gamma Ray-Burst aus dem All und andere sind. Rein wissenschaftlich, aber der grausige Schauer vor einem möglichen Ende interessiert scheinbar viele. Und Leser und Zuseher bringen Geld. Wieder einmal sind wir dabei aber auch bei meinem Lieblingsthema. Die Wahrscheinlichkeit! Dass die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis 1:2.580 beträgt, nutzt dem Einzelnen nichts in der Voraussage, ob es nächstes Jahr eintrifft – es ist genauso wahrscheinlich wie, dass es in 250, in 1.000 oder in 2.580 Jahren eintrifft. Wahrscheinlichkeitsrechnungen bringen dem Einzelnen nichts!

Eigentlich ist es genauso Scharlatanerie gebetsmühlenartig zu behaupten und „wissenschaftlich“ zu unterlegen, dass die Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht untergehen wird, wie es vielleicht unsinnig sein mag, zu behaupten, dass sie an einem Tag untergeht. Viele Menschen wünschen sich aber so Endzeitszenarien, was ja auch die rege Film- und Buchproduktion im Science-Fiction-Bereich zeigt. Und das sind wohl kaum alles Spirituelle. Erstens müsste ja zuerst einmal geklärt werden, was „Weltuntergang“ bedeutet – das kann ja von Zerstörung des gesamten Planeten, bis zu großflächigen Zerstörungen bis zu einem wirtschaftlichen Rückschlag durch Satelliten oder Stromausfälle, der uns 200 Jahre zurückversetzt, vieles sein. Vieles, was heute auf der Welt passiert, wäre wohl einem alten Maya ohnehin als Weltuntergang erschienen (Kriege, Atomkraftwerke, Intensivstationen, Slumregionen rund um Millionenstädte, Hungerkatastrophen, …) Soviel zu den Dummheiten und Unseriositäten zum Beispiel eines Florian Freistätter und vieler anderer. Dieser junge Mann verdient sein Geld genauso mit kaum belegbaren Aussagen und der Angst der Menschen wie viele der Apokalyptiker, nur umgekehrt gepolt.

Ob das  Ende des Mayakalenders überhaupt so Tag genau auf den 21. Dezember 2012 richtig festgelegt werden kann, bleibt fraglich. Es gab ja einige Änderungen in den Kalendern (gregorianisch, Jahr Null, und wie zählt man eigentlich zuverlässig die Jahre so in der Zeit um 2000 vor Christus und früher? Macht eine Zeitangabe wie zum Beispiel 16. Juli 3267 vor Christus überhaupt Sinn???? Läßt sich damit irgendwas verbinden? Kein Mensch kann sich solche Zeiträume vorstellen (geschweige denn Jahrmilliarden oder Jahrmillionen).

Ich sehe das Endes des großen Zyklus der Maya als Wendepunkt. Von rein spirituellen Menschen vor Jahrtausenden sind wir zu rein materialistisch-denkenden, unglücklichen, ziellosen Kreaturen geworden, die großteils ihren göttlichen Kern vergessen haben. Tiefer kann es nicht mehr gehen, nun ist ein Wendepunkt der verlorenen Geistigkeit erreicht und ab jetzt geht es wieder in die andere Richtung. Dies wird man wie immer bei großen Einschnitten in der Weltgeschichte erst Jahrzehnte und Jahrhunderte später als neue Epoche deuten können. Ob der Wendepunkt dabei rückblickend später mal im Jahr 1995, 2002, 2012 oder 2020 oder einem anderen Stichtag gesetzt wird, ist bedeutungslos.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute für die kommende Zeit. Ich werde wieder laufend nachlesen und wiedergeben, was sich so tut.

 

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6 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Meike
    Jan 12, 2013 @ 16:53:48

    Ich wünsch‘ dir auch ein schönes „Jahr 1“! 🙂 Auf dass es ein erkenntnisreiches wird, eines mit vielen Sonnenstrahlen und interessanten Momenten. Liebe Grüße! Meike

    Antwort

  2. wilfried
    Jan 14, 2013 @ 09:07:48

    ja. die liebe in und zwischen den menschen wird wieder zunehmend spürbarer. das ist für mich der weltuntergang und der begin des goldenen zeitalters oder auch die zeitenwende. fühlt sich gut an!

    Antwort

    • Violet Teki
      Jan 16, 2013 @ 17:27:05

      Lieb, dass Du Dich meldest und scheinbar mitliest manchmal. Noch finde ich, dass nicht sehr viel spürbar ist, aber vielleicht auch, weil mich Arbeit und Stress manchmal auf Trab halten. Liebe Grüße von mir.

      Antwort

  3. Cayceportal
    Jan 15, 2013 @ 12:14:28

    Schöner Artikel, Violet! Kurz, knapp und auf den Punkt gebracht. Es liegt – wie immer – an uns. Mal sehen, mit welchen Horrorthemen man den Menschen jetzt das Geld aus der Tasche ziehen will – wo doch der Weltuntergang passé ist 😉
    LG, Stefanie

    Antwort

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