Wort zum Sonntag (VII) – Wissenschaft und Kirche

„»Die große Leistung der Wissenschaft war, die Welt soweit zu vereinfachen, dass wir sie verstehen können. Durch die großen Erfolge der Wissenschaft und der Technik in den letzten 150 Jahren ist es aber zu diesem verheerenden Missverständnis gekommen, dass wir die Vereinfachung mit der Wirklichkeit selbst verwechseln.«

Was die Wissenschaft braucht, ist Demut und die Bereitschaft, sich auch wieder zu »wundern« und sich neuen Wegen zu öffnen. Ich muss allerdings auch sagen, dass mir sehr viele Wissenschaftler und auch Mediziner begegnet sind, die sich dessen absolut bewusst sind. Es ist ein kleiner Kreis von Orthodoxen, die sehr laut schreien und versuchen, alle »ketzerischen« Umtriebe in der Wissenschaft im Keim zu ersticken. Die Mainstream-Wissenschaft agiert in vielen Bereichen ja fast wie die katholische Kirche vor einigen hundert Jahren. Der Physiknobelpreisträger Brian Josephson hat mir sinngemäß gesagt: Die haben ihren heiligen Schriften, die peer reviewed Journals, wo eine kleine Elite von »Geistlichen« über Wahrheit oder Unwahrheit entscheidet. Und wer es wagt, etwas anderes öffentlich auszusprechen, wird »exkommuniziert«.“

(aus: Tattva Viveka, P.A. Straubinger, Am Anfang war das Licht)

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