Wenn Schmerzmittel Schmerzen erzeugen

Ich weiß gar nicht, wohin dieser Artikel besser paßt, auf diesen Blog, der sich mit Ethik, Spiritualität und damit auch mit alternativer Medizin beschäftigt oder auf Gesellschaftswandel, wo es um die Veränderungen in einer neuen Gesellschaft geht.

Da es aber hier auch immer wieder um Diskussionen um Homöopathie und alternative Heilformen im Allgemeinen ging, möchte ich ihn hier plazieren.

Der immer wieder gestartete Versuch, Homöopathie, energetische Heilung, alternative Heilmethoden an den Rand des Unfugs und Aberglaubens zu stellen, ärgert. Er ärgert, weil die Wirkung und Funktion dieser Methoden nachgewiesen ist und Millionen Menschen davon berichten können. Diese Erfahrungen werden aber von Seiten pharmagläubiger Wissenschafter, gerne sich selbst als kritisch Denkende bezeichnende, belächelt bis bekämpft. Das allein würde nicht weiter stören, wenn dabei nicht der Ton mitklingt, diese Methoden zu verbieten, sie aus den Katalogen der Gebietskrankenkassen zu streichen und dagegen die wirksame, sogenannte evidenzbasierte Medizin zu propagieren.

Wiederum möchte ich festhalten, dass pharmakologische Medikamente zur Symptombekämpfung kurzfristig sinnvoll sein können, an deren Wirkung im Sinne einer Heilung kann man aber nur zweifeln.

Heute findet sich folgender Artikel auf orf.at „Wenn Schmerzmittel Schmerzen erzeugen“. Dabei liest man:

Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen – schnell sind Schmerzmittel parat, um auftretende Kopfschmerzen und Migräne zu lindern. Je öfter man zur Tablette greift, desto mehr können sich diese Kopfschmerzen allerdings noch verstärken, warnen Experten. Das wird in der Diagnose und Ursachenforschung von Kopfschmerzen häufig übersehen.

Während durch ganzheitliche Heilung meist eine baldige Linderung erfolgen kann, bekämpfen Pharmaka eben nur Symptome. Auch hier weist die Studie wieder darauf hin, dass bereits eine Tablette täglich den Teufelskreis auslösen kann. Die Schmerzmittel erzeugen Schmerzen.

Einzige Hilfe? Ein Aussetzen der Schmerzmittel! Hiermit ist es auch evidenzbasiert nachgewiesen!

Einzige Therapie dagegen: sofort keine der häufig eingenommenen Schmerzmedikamente einzunehmen. Wenn das mit Entzugserscheinungen einhergeht, empfehlen Wissenschaftler ärztliche Begleitung, denn es ist wahrscheinlich, dass etwa Entzugskopfschmerzen auftreten. Lediglich die Dosis zu reduzieren reicht laut Experten nicht aus. Vielmehr wird beim Entzug oft eine begleitende vorbeugende Therapie eingesetzt – medikamentös auf eine bestimmte Zeit und mit ergänzenden Maßnahmen wie Akupunktur.

Was hilft? Ergänzende Maßnahmen mit Akupunktur. Aber die ist ja wohl wieder Humbug,  wie Kenner der Hardcore-Pharmaszene sofort wissen.

Einzige erforderliche Maßnahme? Besser Integration der Alternativmedizin in die Pharmamedizin!

Quelle: http://orf.at/stories/2141651/2141652/

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. KeinAnfang
    Sep 21, 2012 @ 08:59:57

    Sorry, aber das stand in dem Artikel so nicht.
    Es steht da, dass das ABSETZEN des Schmerzmittels Entzugserscheinungen hervorrufen kann.
    Zudem ist das Problem ja mehr das, dass Menschen gerne sagen, ich hab ja nur Kopfschmerzen und keine Zeit, also Pulver und geht schon.
    Doch wenn ein Kopfschmerz nicht innerhalb von ein paar Tagen verschwindet, sollte man zum Arzt. Denn ein bleibender Kopfschmerz kann sogar ein Tumor sein. Also ist mal Akupunktur sinnlos, wenn nicht vorher nachgesehen wird, was die Ursache des Kopfschmerzes ist.

    Generell sagen die Fachleute, dass man KEIN Schmerzmittel (außer unter ärztlicher Kontrolle) öfter als 10-15 mal im Monat einnehmen sollte.
    Also wer sich an diese Regel nicht hält, darf sich nicht wundern. Das ist ja auch Schulmedizinin Reinkultur.

    Es ist sicher gut, wenn man ein Medikament, dass man falsch eingenommen hat absetzt, also was wundern, dass das dann die Therapie der Wahlt ist?

    Zudem ist es falsch hier das Wort Akupunktur zu verwenden. Was hilft ist nicht Akupunktur, sondern einfach das Nadeln des Körpers, was man in diesem Link sehr gut sieht. Folglich bleibt die zentrale Folgerung:
    ALLE Schulmedizinischen Methoden wie Therapie ohne Ausbildung (=Selbstmedikation), Homöopathie, Akupunktur, … sollen endlich aus unseren Medizinischen System verschwinden und jene Methoden, die wirken sollen gefördert werden, also auch Nadeln, Wickel, Phytophamazie (bessers Wort für Kräuterheilkunde), … . Es ist egal was und warum es wirkt. Wenn es den Menschen besser hilft, sollen sie das Nadeln auch Akupunktur nennen, aber es muss klar sein, dass man dabei die „Anleitungen“ der historischen Akupunktur getrost vergessen MUSS.
    Was noch wichtiger wäre ist natürlich, das die Mediziner mehr Ausbildung in Psychologie und Krisenintervention bekommen. Zudem muss die Ausbildung geändert werden. Derzeit bist du als Mediziner entweder ein Arschloch, oder im Burnout. Ich denke wir, als Gesellschaft, sollten sich mehr um dieses Wichtige Thema kümmern, als um Alternativmedizin.
    Denn meiner Meinung nach, wäre die Alternativmedizin ein unproblematisches Randthema, wenn die Ärzte sich empatischer um ihre Patienten kümmern würden. Alternativmedizin ist eine Möglichkeit das zu tun. Wenn ich ein „Alternativer“ Arzt bin, kann ich leicht getrost mehr Geld von den Patienten verlangen, als ein Arzt das kann.

    Antwort

  2. Violet Teki
    Sep 21, 2012 @ 15:43:58

    Sorry, aber das stand in dem Artikel so nicht.

    Was stand so nicht in dem Artikel?

    Klar, es wird allgemein viel zu locker mit Schmerzmittel umgegangen. Aber ist ja auch der Wille der Menschen. Kopfschmerz, zack, Tablette, geht schon weg. Ist auch toll und mach ich auch manchmal. Aber auch viele Ärzte machen nichts anderes. Migräne? Naja, nehmens halt die oder die Schmerztabletten (lassen wir mal den Gehirntumor abgeklärt und negativ sein).

    Man will mit Tabletten alle Unannehmlichkeiten beseitigen, ohne in sich zu gehen und zu fragen: Will mir die Krankheit was sagen? Ist vielleicht an meinem Leben(sstil) etwas falsch? Was könnte ich ändern?

    Ich glaub, 10 bis 15 mal im Monat regelmässig Schmerztabletten nehmen, ist sowieso schon Wahnsinn.

    Und natürlich, nach zehn Jahren Zerstörung des Körpers mit Pharmaka kann auch keine alternative Methode was bringen mehr. Alternative Methoden wie Homoöpathie, Osteopathie, Kräutermedizin, Akupunktur wären eigentlich als dauernde Begleiter und Hilfen im Leben vorbeugend viel wirksamer und Menschen, die das machen, werden auch meist erst gar nicht krank.

    Zu sagen; ich hab nen Tumor und will mit einer Woche Homöopathie geheilt sein ist ne Illusion. Daher: lebensbegleitend Alternativ, im Akutfall versuchen alternativ mit Hilfe von Pharmzie und wenn es zu spät ist, hilft oft nur mehr Chemie und Skalpell. Leider läuft aber alles falsch herum.

    Ich gebe Dir recht, dass an sich eine ganzheitliche Behandlung ein deutlicher Schritt nach vorne wäre. Im Idealfall nehmen sich zwei Ärzte, einer eher schulmedizinisch, einer komplemärmedizinisch gleichzeitig Zeit, betrachten den Kranken als Menschen im gesamten und finden die wahre Ursache der Krankheit, Man lasse dann dem Patienten die Wahl, welchen Weg er nehmen will.

    Ich kann nur aus eigener Erfahrung und aus Erfahrungen im Umkreis berichten, dass das Ärztewesen wie es heute funktioniert ein Alptraum ist, was auch wieder am „Krankenscheinsammeln“ für die Gebietskrankenkassen liegt, usw…

    Teure Geräte um Millionen Euro werden beschafft und mit Patienten „befüllt“, aber für Zeit und Beratung ist keine Zeit.

    dass man dabei die “Anleitungen” der historischen Akupunktur getrost vergessen MUSS.

    Warum auch immer?! Ich vertraue der TCM mehr als dem pharmkologischen Hausarzt des Westens. Die TCM hat sich über Jahrhunderte mehr als bewährt.

    Diese Begriffsverwirrung rund um Schulmedizin und Alternativmedizin und ob Homöopathie zur Schulmedizin gehört, ist belastend. Dann müßte ich wohl Schulmedizin als die „Pharmamedizin“ bezeichnen, die aber nun wieder allgmeine, einfache chirurgische Methoden nicht beinhaltet. Mann kann auch zwischen „anerkannter“ und „nicht anerkannter“ Medizin unterscheiden, in Beziehung, welche Methoden von den Krankenkassen übernommen werden. Das ist aber wieder länderweise verschiedn.

    Ich übe auch durchaus Kritik an der Homöopathie, die so verallgemeinert, dass es ein Mittel gegen ein Symtpom gäbe, denn so ist es nicht. Und damit macht sie einen großen Fehler und gibt sich der Kritik der Kritiker preis, indem sie versucht naturwissenschaftlich daherzukommen.

    Antwort

  3. KeinAnfang
    Sep 21, 2012 @ 16:14:24

    @Kein Anfang Kommentar
    Sorry, dass ich den Artikel nicht dreimal gelesen habe. Der erste Satz stimmt nicht. Man sollte nicht nebenbei sich schnell noch etwas ansehen.
    Zu allem anderen stehe ich nach wie vor. Auf deinen Kommentar antworte ich, wenn ich ihn auch vernünftig gelesen habe

    Antwort

  4. KeinAnfang
    Sep 22, 2012 @ 10:31:49

    Ich übe auch durchaus Kritik an der Homöopathie, die so verallgemeinert, dass es ein Mittel gegen ein Symtpom gäbe, denn so ist es nicht.

    Herrlich, da schreibt man x Seiten und versucht klar zu machen, warum Homöopathie wirkungslos und damit sinnlos ist und dann kommst du daher und machst das in nur einem Satz. Wow. Ich hätte nicht gedacht, dass du es noch besser schaffst Homöopathie fertig zu machen also ich.
    Nur ist dir klar, dass du meine Meinung gerade bestätigt hast?

    Also Hahnemann hat doch genau DASS behauptet. Bis heute gibt es genug Homöopathen die das behaupten und so praktizieren. Deren Argument warum das so ist, ist alleine, weil ihre Erfahrung das zeigt. Es gibt nicht mehr. Im Gegenteil man konnte zeigen, dass praktisch alle homöopathischen Behauptungen Hirngespinste sind (Siehe dir mal die Homöopathischen Spaziergänge an, mehr bringe ich dann ungefähr anfang des nächsten Jahres).
    Also bleibt nur die postive Erfahrung der Homöopathen. Die bestätigt ja auch genau diese Aussage. Nun kommst DU daher und sagt das ist falsch. Damit ziehst du der Homöopathie aber das letzte Fundament weg.
    Deine Aussage heißt das Homöopathie seit 200 Jahren sinn- und nutzlos war. Doch wenn sie das bisher war, warum sollte man darauf aufbauen?
    Also Danke für die Bestätigung das Homöopathie falsch ist.
    Man kann sich natürlich eine neue Heilmethode ausdenken, aber warum diese dann Homöopathie nennen? Würde ja nur für Verwirrung sorgen.

    PS.: Den Rest kommentiere ich später.

    Antwort

  5. Violet Teki
    Sep 29, 2012 @ 13:42:35

    Herrlich, da schreibt man x Seiten und versucht klar zu machen, warum Homöopathie wirkungslos und damit sinnlos ist

    Naja, nicht böse sein, aber nur weil du viele Seite schreibst, ändert das meine Meinung nicht, da ich auch schon viele, viele Seiten gelesen haben, vor allem aber am eigenen Leib und in meinem Umfeld die hervorragende Wirkung von homöopathischen und anderen nicht-chemopharmazeutischen Heilverfahren erlebt habe und immer wieder erlebe.

    Die Homöopathie ist ein esoterisches, geistiges Prinzip. Ich finde es schade, dass sie derzeit durch den Druck von den EBM-lern steht, sich als Teil der Pharmamedizin messen lassen zu sollen.

    Ich sehe das Problem dazu wie folgt: Esoterik war immer eine Lehre für Eingeweihte – das klingt abgehoben und eingebildet, aber es wäre eben besser, es bliebe so, denn der Großteil der Menschheit wird es nicht verstehen. Nun haben wir aber heute durchaus das Recht auf allgemeines Wissen. Das ist gut, aber versuchen halt nun die, die es nicht verstehen, schlecht zu machen. So wäre es wohl besser in mancher Hinsicht, es bliebe in geheimen Zirkeln unter Eingeweihten.

    Es war immer der Wunsch der Esoteriker geheim zu bleiben, weil das Wissen nicht verstanden würde und man verfolgt wurde. Das ist heute zwar abgemildert, aber eben immer noch so. Waren es damals die Schergen des Vatikans, sind es heute die Schergen der fundamentalistischen Atheisten, die uns verfolgen.

    Allerdings wäre es auch schade, wenn es immer geheim bleiben müsste, denn die Chance auf ein allgemeines Verstehen ist größer als jemals in der Geschichte. We will see 🙂

    Die unteren 2/3 deines Kommentars verstehe ich nicht ganz. Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist, sowas schriftlich rüber zu bringen.

    Antwort

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