Ein Gotteshaus für alle in Berlin

Wenn das nicht mal ein Schritt nach vorne ist! Ohne selbst einer eingetragenen Glaubensgemeinschaft besonders nahe oder näher als einer anderen zu stehen, finde ich es beeindruckend, was in Berlin entstehen wird:

Auf dem Petriplatz (in Berlin) entsteht etwas Neues: ein Gotteshaus, das die drei monotheistischen Religionen Judentum, Islam und Christentum gemeinsam konzipieren, bauen, verantworten und betreiben, ohne ihre je eigenen Identitäten zu vermischen.

Ein Gotteshaus, das für die drei Religionen drei getrennte Sakralräume für das je eigene gottesdienstliche Handeln und einen gemeinsamen Bereich für Gespräch und Lehre enthält. Ein Gotteshaus, das dem wachsenden Bedürfnis nach einem Miteinander von Menschen unterschiedlicher religiöser oder weltanschaulicher Prägung auch in räumlicher Hinsicht gerecht zu werden versucht. Initiiert werden soll damit eine positiv ausstrahlende religiöse Diskussion in unserer Stadt.

(Quelle: http://bet-lehrhaus-berlin.de/)

Im Artikel Kirche, Synagoge, Moschee auf ORF.at erfährt man:

Die evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri/Sankt Marien in Berlin-Mitte, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das Abraham Geiger Kolleg, das muslimische Forum für Interkulturellen Dialog Berlin und das Bundesland Berlin gründeten einen Trägerverein, um so das erste interreligiöse Gebetshaus der deutschen Hauptstadt zu erbauen. Man wolle „Unterschiede und theologische Grundsätze nicht überspielen“, sondern vielmehr „aushalten“, heißt es in der Charta des Vereins. „Unvermischt (in getrennten Bereichen) und zugleich im direktem Miteinander“ will man künftig beten.

Auch wenn damit sicher nur ein erster Schritt getan ist, ist es wohl ein wichtiger Schritt, denn meiner Auffassung nach, und das wünschte ich, dass nach und nach alle verstehen, es gibt nur einen Gott. Die Riten, Vorschriften und Gebote, die sich daraus in den einzelnen von Menschen gemachten Religionen herausgebildet haben, sind teilweise gut, teilweise stark zu hinterfragen. Im gemeinsamen Diskurs, in einem gemeinsamen Gotteshaus wird dies wohl einfach sein, als in kriegerischen Auseinandersetzungen, wie in vielen Teilen der Welt.

 

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