Über die Astrologie als Teil der Esoterik

Mit diesem Artikel unternehme ich den Versuch, den Interessierten einen kurzen Blick auf den wahren Ursprung und Gehalt der Astrologie, die Grundlage und Ausgangspunkt der Esoterik war und den Schlüssel nach innen, zur Selbsterkenntnis wie zur Menschenkenntnis, darstellte, geben. Ziel ist es die eigene Mitte zu finden und sein Innerstes im Spiegel des Himmels zu erkennen, um das eigene Leben und das anderer in Einklang mit dem Schicksal zu bringen.

Astrologie gehört zur Esoterik, ist sicher sogar die Basis der Esoterik. Im praktischen Gebrauch hat sich die Astrologie aber von der Esoterik gelöst, ist exoterisch geworden und hat das Gebiet der Geheimwissenschaften verlassen.

Heutzutage hat die Astrologie einen zweifelhaften Bekanntheitsgrad erreicht. Es gibt vermutlich wenige Tageszeitungen, Monatsmagazine, Societygazetten, die nicht die beliebten fünfzeiligen Tageshinweise in Form eines Horoskops beinhalten. Jeder kennt sie, nahezu jeder liest sie, keiner glaubt sie und trotzdem, oder vielleicht gerade weil sie so beliebt sind, gibt es sie. Einen Grund dafür sehe ich im Bedürfnis der Menschen, ihr Schicksal zu ergründen, die Frage nach dem Woher und Wohin, die Sehnsucht nach praktischer Lebenshilfe.

Die Wissenschaft leistet dabei keinen großen Dienst, der Blick nach innen ist esoterisch, im Inneren, im Geheimen, im Verborgenen. Und im Unterbewußten wissen die Menschen, dass die Astologie diese Aufgabe erfüllen kann, aber in unserer materiellen Welt trifft die Sehnsucht nach dem geheimen Wissen auf die aufgeklärte Welt, die uns oft fast verbietet, esoterisches zu glauben.

Heute schwören selbst viele Astrologen (und unwissende sowieso) darauf, dass der wahre Wert der Astrologie nur mittels geglückter Vorhersagen erkennbar sei. Was für ein exoterischer Trugschluß! Mit Recht ist die exoterische, das heißt rein äußerliche Astrologie in die Ecke des Aberglaubens abgedrängt worden.

Es kam aber noch schlimmer: aus der Angst heraus, durch die Naturwissenschaften in die dunkle Ecke der schwarzen Magie verdrängt zu werden, ließen sich die Astrologen mit den Naturwissenchaften ein.

Naturwissenschaften sind aber jene Wissenschaften, die kontrollierbar sind, weil das Wesen der Naturwissenschaften in ihrer Messbarkeit besteht. Esoterische Wissenschaften können aber nicht im naturwissenschaftlichen Sinn „messbar“ sein, genauso wenig wie Religionswissenschaften, Psychologie und andere Erfahrungswissenschaften, zu denen auch gewisse Bereiche der Medizin zu rechnen sind.

Esoterik ist naturwissenschaftlich nicht erfassbar, gehört aber zu den Gebieten der Wissenschaft, weil dazu alles gerechnet werden muss, was Wissen schaft.

Das Urgesetz der Esoterik heisst. „Wie oben, so unten“. Diese Grundkenntnis beruht auf dem Gesetz der Polarität, auf dem Ergänzungsprinzip. Jeder Pol hat seinen Gegenpol, jedes Licht seinen Schatten, jedes Werden sein Vergehen, jedes Leben seinen Tod, jeder Tod seine Wiedergeburt. Diese Polarisation beherrscht auch das Esoterische in der Astrologie, deren Gesetze und Erfahrungen. Die Zukunft baut auf der Vergangenheit auf, wie auch jede Zukunft zur Vergangenheit wird.

Zwölf Tore warten auf den Suchenden auf den Weg in die Mitte:

Tor Eins: Die Schöpfung – Ursprung und Tierkreis

Tor Zwei: Seele und Bewusstsein –  Sonne und Mond -Licht und Schatten

Tor Drei: Das Streben unserer Kräfte – Die höheren Stufen der Individualplaneten – Der esoterische Sinn der Gestirne

Tor Vier: Unten wie oben – Das innere Horoskop – Die Häuser – Die realen Aussagen der Esoterik

Tor Fünf: Das Uhrwerk des Kosmos – Zeitgesetze, Rhythmen und Schwingungen der Planeten und der Tierkreisabschnitte

Tor Sechs: Das karmische Gesetz der Sterne – Wo kommen wir her? Was tun wir hier? Wo gehen wir hin?

Tor Sieben: Die Grafik des Himmels – Aspekte der Planetenkräfte – Zeichen des Himmels für Lebens- und Reifewege – Die Pfade zu den Polen, die zur Mitte führen

Tor Acht: Der Drache am Himmel – Licht und Finsternisse – Auf- und absteigender Mondknoten – Lebenskernentfaltung und Seelenverwurzelung

Tor Neun: Licht und Schatten – Lebensforderungen – Lebensförderungen – Welche Kraft muss eingesetzt werden, welche darf als Belohnung angesehen werden?

Tor Zehn: Die Himmelslemniskate – Die All-Liebe – Die Acht als Ausdruck der Unendlichkeit – Omen des Himmels

Tor Elf: Der Anfang im Ende – Die Ruhe des Himmels, die Aufgeregtheit der Erde – Im Gewinn liegt der Verlust, im Verlust der Gewinn

Tor Zwölf: Das esoterische Licht – Besinnung – Umsetzen

Details dazu in Folgeartikeln. Hier sollte vorerst ein grober Überblick über die Astrologie als esoterische Wissenschaft gegeben werden.

Fortsetzung: Die Tore zum Verständnis der Astrologie (I) – Tore Eins und Zwei

Literatur:

Mertz, Bernd: Die Esoterik in der Astrologie, esotera Taschenbücherei, 1991

Dahlke, R. und Klein, N.; Das senkrechte Weltbild, Symbolisches Denken in astrologischen Urprinzipien, Heyne, 2001

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