Gedanken zur Evolutionstheorie

Immer wieder wird Darwins Evolutionstheorie zur Streitfrage zwischen Atheisten, die daran die Gottlosigkeit des Universums erkennen und begründen, und Gläubigen, die sie nahezu bekämpfen, weil damit der Gottesexistenz die Berechtigung entzogen wird.

Nun habe ich dazu einen Artikel auf Alien´s Blog „Pro Erde“ – Evolution widerspricht Menschenrechten? gelesen und wollte meinen Senf dazugeben. Dann fiel mir ein, dass ich dazu schon einmal auf einen atheistischen Blog einiges als Kommentar hinterlassen habe, das ich nun mal zusammentragen möchte:

Darwin entwickelte eine Theorie eines natürlichen, durch graduelle Variationen und natürliche Selektion bestimmten Evolutionsprozesses. Sie erklärt die langsame Aufspaltung der Organismen in viele verschiedene Arten als Folge von Anpassung an den Lebensraum.

Sie erklärt aber zum Beispiel nicht den eigentlichen Kern der Evolution, nämlich die Entwicklung des ersten Gens aus der Ursuppe.

In Millers Experiment aus dem Jahr 1953 und weiteren Experimenten später bildeten sich Aminosäuren, Fettsäuren, Kohlehydrate und einfacher anorganische und organische Verbindungen.

In späteren Versuchen entstanden auch Purine und Pyrimidine, wichtige Bestandteile der RNS und DNS. Nicht wenige Wissenschafter hielten es daher für WAHRSCHEINLICH, dass solche Verbindungen in der Urzeit entstanden, worin sie einen BEWEIS für die chemischen  Gesetzen folgende Lebensentstehung sahen. Nun ist aber nachgewiesen:

Die Wahrscheinlichkeit, dass Zigtausende von Genen per Zufall passend eingegliedert werden können, schätzt er auf 1:10 hoch 1000 – was unwahrscheinlicher ist, als dass ein funktionsfähiger PC entsteht, wenn man sämtliche dazugehörigen Elektronikbestansteile in zigtausendfacher Ausführung von der Aussichsplattform des Pariser Eifelturms auf die Straße werfen würde.

Ich will Euch auch nicht die Möglichkeit nehmen, den Artikel samt Kommentaren zu lesen, ihr findet ihn hier. Er zeigt auch gut, wie sehr hier bei Atheisten versucht wird, die Evolutionstheorie bis zu den Zähnen bewaffnet zu verteidigen. Und wie dies zumindest in den wunden Punkten nicht gelingt.

Was ich aber eigentlich sagen will:

Es gibt die Evolution und es gibt Gott, weil eines das andere nicht ausschließt.

Nur ist Gott kein Rauschebartgott menschlicher Prägung, sondern die Summe aller Seelen, die Summe allem Bewusstseins im Universum.

Nun sehe ich darin, dass die Evolution nicht von den ersten chemischen Stoffen zum Menschen geradlinig abläuft, weder einen Beweis für Gott, noch seine Widerlegung.

Ich bezweifle zum Teil auch die Entwicklung vom Affen zum Menschen durch Evolution, sehe aber dabei keinen echten Gott, der nun den Menschen schuf, sondern hier schließe ich mich, fast noch verrückter als Kreationisten, eher den sehr glaubwürdigen Theorien Erich v. Dänikens an, wonach „Götter“ in Form außerirdischer Lebewesen auf die Erde kamen und mit fortschrittlicher Technologie die Entwicklung des Homo sapiens vorantrieben.

Durch diesen Gedanken löst man nämlich auch ein zweites Problem: die teilweise unglaubwürdigen Geschichten im alten Testament, in den Sagen und Mythen der Griechen, der Römer, der Nordvölker und Eingeborenen in aller Welt, die Unstimmigkeiten der Geschichte Ägyptens, der Maya und so weiter .. denn wenn man die Bibel, die Upanishaden und andere Alte Bücher aus diesem Blickwinkel liest, scheint vieles plausibel.

Dies ist Forschungsgebiet der sogenannten Präastronautik.

Somit ein für mich versöhnliches Resümee: die Evolutionstheorie stimmt, Gott gibt es trotzdem, beides hat miteinander wenig zu tun.

UND  – der eigentlichen Frage in Aliens Artikel, ob die Evolutionstheorie irgendwas mit Menschenrechten zu tun hat, stimme ich Alien voll zu, dass die beiden tatsächlich nichts miteinander zu tun haben.

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13 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. keinanfang1
    Jul 12, 2012 @ 11:32:07

    Vom Ende an:

    Somit ein für mich versöhnliches Resümee: die Evolutionstheorie stimmt, Gott gibt es trotzdem, beides hat miteinander wenig zu tun.

    Dem kann ich mich insofern nicht ganz anschließen, denn lange wurde die Existenz des Menschen als Beweis für die Existenz Gottes verwendet. Folglich, und das ist was Atheisten eigentlich mit Evolution ist ein Beweise gegen Gott meinen, ist das sie Gott für die Existenz des Menschen als Erklärung unnötig macht.

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 12, 2012 @ 13:29:07

      Das mag sein, daß Atheisten es so sehen. Das fußt dann aber auf einem sehr „fundamentalistischen“ persönlichen Gottesbild der eher katholischen Kirche. In anderen Religionen sieht das Gottesbild ganz anders aus.

      Antwort

      • Irfy
        Jul 16, 2012 @ 14:22:57

        Also ich bin jetzt neugierig, wass das mit einem Gottesbild zu tun hat.
        Es ist eine historische Tatsache und, sind wir mal ehrlich, von vielen konservativen Gläubigen, wird es noch heute so verwendet.
        Was ich sagen wollte frei nach Prof. Lesch: Evolutionstheorie ist nicht gottlos, sondern gottfrei. Bis heute ist da (ich habe als Evolutionsbiologe gearbeitet) noch nirgends ein „Gottestherm“ enthalten. Solange der nicht vorhanden ist, widerspicht Evolution nicht der Existens Gottes (egal wie man den jetzt erfassen will), bestätigt ihn aber auch nicht.

        PS.: Zur Sicherheit meine Vorstellung von Gott (den ich persönlich eher nicht so nenne) ist mehr die eines Gleichnisses. Gott ist wie ein Extradimensionaler, Extratemporärer Kristall, von dem wir (Menschen, Religionen, Kulturen, …) jeweils ein, zwei Seiten wahrnehmen, dessen andere Seiten aber ebenfalls wahr sind. Wir müssen eben versuchen zu verstehen, dass Gott etwas 😉 über unserem Verständnis ist und daher toleranter gegenüber anderen „Gottesverständnissen“ (dämliches Wort) sein.
        Oder wie ein Theologe mal sagte:
        Jede wahre Aussage über Gott ist immer ein bisschen falscher, als sie wahr ist.

        Antwort

        • Violet Teki
          Jul 16, 2012 @ 17:35:40

          Ja, es gibt viele Gottesbilder und ich sehe es auch eher als eine Art „Nullpunktfeld“, in dem alle Information gespeichert ist. Man kann, wie Sie sagen fast ewig darüber nachdenken, ich bezweifle auch, dass wir Menschen in der Lage sind, es korrekt zu erfassen, Für mich persönlich ist nur eines klar, dass es Gott gibt – das Bildnis darüber zu machen, ist halt eine interessante Betätigung und scheint uns Menschen schon seit jeher fasziniert zu haben.

  2. keinanfang1
    Jul 12, 2012 @ 12:33:45

    Nun sehe ich darin, dass die Evolution nicht von den ersten chemischen Stoffen zum Menschen geradlinig abläuft

    Per Definition ist Evolution nicht geradelinig, also wäre eine geradelinige Entwicklung ein Beweis FÜR Gott, aber das finden wir nicht. Daher ist es kein eben KEIN Beweis FÜR Gott.

    Ich bezweifle zum Teil auch die Entwicklung vom Affen zum Menschen durch Evolution

    Schon einmal was vom Dunning-Kruger-Effekt gehört. Vor allem ist der Unterschied vom Affen zum Menschen ein praktisch unerheblicher. Denn es gibt nur einen einzigen Punkt und den hast du bereits erwähnt, wo man noch nicht erklären (nicht umbedingt beschreiben!) wie er funktionierte. Nämlich die Bildung der ersten selbstreplizierenden Objekte (ich will da noch nicht von Lebewesen sprechen, denn zu diesem Zeitpunkt waren diese „Dinger“ gerade chemische Maschinen.

    sondern hier schließe ich mich, fast noch verrückter als Kreationisten, eher den sehr glaubwürdigen Theorien Erich v. Dänikens an, wonach “Götter” in Form außerirdischer Lebewesen

    Also verrückter ist sie wohl nicht, einfach weniger glaubwürdig denn sie löst KEINES der Probleme, erzeugt aber sehr viele. Wenn schon ist die Panspermatheorie vorzuziehen, aber das ist das Problem, dass man bisher im All noch kein Pansperma gefunden hat.
    – Das Hauptproblem bleibt bestehen, nämlich WIE ist das erste Leben entstanden. Schließlich ist es egal, WO es entstand.
    – Woher kommen die Außerirdischen und vor allem wo sind sie jetzt (was aber wenn sie vor 2 Mrd Jahren da waren eher egal ist) und das härteste WIE kamen sie her.
    Das hört sich trivial an, aber in unserer Umgebung (in einem galaktischen Sinn), sind wohl WIR die ersten. Vor uns kann es kein Leben gegeben haben. Also ist es unsere Aufgabe neues Leben in die Galaxis hinauszutragen.
    – Die meisten der Däniken & Co Probleme sind anders ebenfalls zu erklären, was jetzt in einer Linie mit Evolution und Geschichte ist, aber nicht das ganze Problem. Nachdem ich öfter Bibeltexte lese fand ich es dann auch selber manchmal setsam, was da jemand in diese Texte hineininterpretiert (etwa die Stelle mit der Leiter in den Himmel). Was da ein Theologe dazu sagt (mein Schwager) ist nicht für ein Blog geeignet.

    Ich freue mich mal, das jemand das ruhig schreibt, doch wie bereits gesagt, es gibt so zwei Themen, da muss ich meinen Senf dazu geben.

    Also damit es klar wird. Evolution beschäftigt sich NICHT mit der Frage WIE das Leben neue Gene hervorbringt, … (das ist mehr etwas für Genetik) es geht alleine um die Tatsache, dass sich das eine aus dem anderen entwickelt. Die Grenzen dazu liefert alleine das System (also die Gesetze unseres Universums). Damit sind wir alle Lebewesen miteinander verbunden und keines ist besser oder schlechter und alles sind wir „Geschwister“ Das sollte uns Erfurcht vor allen anderen Lebewesen geben, aber auch vor zu viel Sentimentalität bewahren, denn die Natur hat auch keine Sentimentalitäten über. Ich finde es einen erhabenen Gedanken, dass ich mich praktisch nicht von der Fliege im Raum unterscheide. Doch da wäre ich jetzt bei Franz von Assisi und das hat jetzt hier keinen Platz

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 12, 2012 @ 13:43:04

      Geradlinig ist vielleicht von mir ein schlecht gewähltes Wort. Gemeint ist, dass war eher „lückenlos“ von der Ursuppe bis zum Menschen.

      Mit dem Rest Ihres Kommentar kann ich ja durchaus leben. Ich bin mir auch nicht sicher, weil ich kein Experte auf dem Gebiet bin, ob Darwin überhaupt mit der Evolutionstheorie „Alles“ erklären wollte, wobei ich davon ausgehe, dass man, wenn man so eine grosse Theorie ansatzweise bestätigt findet, es dann schon auch auf „Alles“, also von Anbeginn bis zum Jetzt gern so sehen würde.

      Man sollte nur eben auch von atheistischer Seite, bzw. der Skeptikerbewegung vorsichtig sein, denn dort wird vieles auch wiederum als bewiesen angesehen, was eigentlich eher nur möglich, vielleicht auch wahrscheinlich ist. Ich denke, dass dort oft so der Gedanke herrscht:

      Naja, so vom Einzeller zum Fisch, zu den ersten Amphibien das scheint schon plausibel und die weitere Kette passt auch, also wird sich schon auch der Einzeller aus der Ursuppe entwickelt haben. Wie sollte es denn anders gewesen sein? Gott gibts keinen (so meinen wir zu wissen). Da wird schon der Blitz eingefahren sein und irgendwie zufällig kams dann zum ersten Gen.

      Nur ist das halt schon auch nicht sehr wissenschaftlich es als Beweise zu sehen, müßte doch dann im Labor auch funktionieren?!

      Und ich weiß nicht, warum die Theorie der Präastronautik so zurückgewiesen wird. Wenn vor hunderten Millionen Jahren Außerirdische hier waren, findet man sicher keine Spuren mehr und dass eine Rasse nach hunderten Millionen Jahre noch existiert, ist auch nicht so wahrscheinlich, oder aber ihr Wissen ist so viel größer als unseres, wenn sie es mal geschafft haben, fremde Welten zu bereisen und zu besiedeln, dass es wohl auch kein Problem sein kann, sich vor usn versteckt zu halten.

      Aber wie immer, sage ich gerne, dass die Freiheit des Denkens wichtig ist und damit auch die Freiheit des Forschens, ohne als Spinner angesehen zu werden.

      Siehe dazu auch:

      https://neuespiritualitaet.wordpress.com/2012/07/01/unglaublich-aber-wahr/

      Antwort

  3. pH!L
    Jul 13, 2012 @ 06:29:12

    „Nur ist das halt schon auch nicht sehr wissenschaftlich es als Beweise zu sehen, müßte doch dann im Labor auch funktionieren?!“

    Das mit der Nachstellung im Labor ist aber nicht so leicht. Erstens, weil wir immer noch nicht genau den Zustand der Erde vor 4 Milliarden Jahren kennen, d.h. die genaue Zusammensetzung der Ursuppe, der Atmosphäre usw….
    Zweitens soll das Leben vor 3.9 bis 3.5 Milliarden Jahren entstanden sein, irgendwo auf der Erde. Das heißt seit der Formung des Sonnensystem und der Planeten sind zwischen 600 Millionen und 1 Milliarden Jahre.vergangen. Das kann man nicht mal eben im Labor nachspielen…

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 13, 2012 @ 08:56:57

      Naja, aber nur dass es nicht leicht ist, entbindet die Menschen,die es behaupten aber nicht davon, es zu tun. Andersdenkenden wird auch immer die mangelnde Beweiskraft ihrer Aussagen vorgeworfen und das in Dingen, die noch viel schwieriger zu belegen sind.
      Die Wahrscheinlichkeit spricht mal stark gegen die zufällige Ausbildung von DNS.
      Sonst behaupten Naturwissenschafter ja den Zustand von Dingen vor Milliarden Jahren sehr genau zu kennen, den Vorgang beim Urknall meint man minutiös zu kennen und sonst wird auch immer sehr genau dargelegt, wie sich die Athmosphöre zusammensetzte und ich denke, gerade dass die Athmosphäre damals aus den „üblichen“ einfachen Gasen bestand, ist schon relativ plausibel.

      Ich würde ja nicht mal verlangen, dass man im Labor aus der Ursuppe gleich den ersten Fisch erzeugen müßte, aber es reicht ja nicht mal zu einfachsten Formen, nicht mal zu den Elementen der DNA.

      Das finde ich als BEWEIS dann schon recht schwach.

      Antwort

  4. Irfy
    Jul 16, 2012 @ 15:59:54

    Manchmal muss man nur die Prespektiven ändern und neue Idden entwickeln und schon wird alles leichter:
    Peptide nucleic acids rather than RNA may have been the first genetic molecule
    Ich wußte doch das ich da noch was im Hinterkopf hatte

    Antwort

    • Violet Teki
      Aug 19, 2012 @ 14:09:42

      Nachdem ich auf Grund einer Nachschau mal wieder auf die Kommentare zu diesem Artikel stieß, wollte ich @Irfy noch sagen, dass die Idee, nicht die DNA als erstes Molekül zu verlangen, sondern vorzuschlagen, es war die RNA das Problem nicht mal ansatzweise löst. Auch die Entstehunng einer Zelle an sich ist höchstkomplex und RNA benötigt meines Wissens DNA zum Entstehen. Also das ist irgendwie widersinnig.

      Antwort

      • KeinAnfang
        Sep 30, 2012 @ 10:23:00

        Also das RNA DNA braucht zum erzeugt zu werden ist mal grundlegend falsch. RNA kann genauso wie DNA als Vorlage verwendet werden. Ich habe das selber schon im Labor mal gemacht und in der Natur findet man das Konzept auch noch. Man muss nur das Konzept und die Chemie von DNA und RNA kennen, damit einem klar ist, dass diese beiden austauschbar sind. Der Grund warum die Natur DNA der RNA „vorzieht“ ist ein evolutionärer. DNA ist stabiler, reaktionsträger und man kann sie besser falten. RNA dagegen ist mobiler und reaktionsfreudiger.

        Außerdem besteht eben die Möglichkeit, dass es Vorläufer gab. etwa die Peptidnukleotide. Diese sidn wieder sehr leicht zu produzieren, denn Peptide entstehen praktisch von selber, dass Addieren der Basen ist dann eine Kleinigkeit.

        Der Vorteil von Peptidbasen oder RNA wäre, dass diese gleichzeitig Katalytische Funktionen haben können. Da wäre es etwa möglich, dass eine RNA die Fähigkeit besitzt .sich selbst zu replizieren und/oder die Vorgängersubstanzen zu synthetisieren.

        Wie dem auch sei, all diese Dinge können wir seit etwa 20-50 Jahren erst erforschen. Zudem sind wir (die Wissenschaftler) noch dabei zu verstehen wie HEUTIGES Leben funktioniert. Das ist komplex genug. Nur wenige beschäftigen sich wirklich mit den Anfängen des Lebens. Also in 50 – 100 Jahren werden wir mehr wissen. Immerhin haben wir schon jetzt 75% des Problemes gelöst.
        Wir wissen wie Mizellen (also Zellen) entstehen können, wie Proteine entstehen und auch wie Zucker entstehen. Also fehlt noch wie die DNA/RNA Welt entstehen konnte und selbst da bestehen Lösungsmöglichkeiten.

        Ich persönlich tippe sogar darauf, dass DNA/RNA leicht selber entsteht, oder NTP’s einfach ein Nebenprodukt der ersten unspezifischen Proteinreaktionen waren. Aber das ist jetzt reine Spekulation und private Meinung.

        Antwort

  5. stefanolix
    Jul 17, 2012 @ 19:40:19

    Ich denke, dass sich Wissenschaft weiterentwickelt. Zur Wissenschaft gehört immer auch das Verwerfen alter Theorien. Es wäre vermessen, von den Maya-Priestern unsere heutigen Kenntnisse über Astronomie abzufragen. Es wäre genauso vermessen, von Darwin eine perfekte und widerspruchsfreie Theorie zu erwarten.

    Die Maya-Priester waren zu ihrer Zeit sehr weit im Beobachten der Sterne und im Anfertigen von Kalendern. Darwin war seiner Zeit voraus, wenn es um die Beschreibung der Entwicklung der Arten ging.

    Ich schließe mich ganz klar denen an, die zwischen der Evolution und der Existenz Gottes überhaupt keinen Widerspruch sehen. Der Widerspruch besteht allenfalls zwischen der Evolution und einigen menschlichen Vorstellungen von Gott. Letztere sind aber irrelevant.

    Gott kann eine Blaupause für eine ganz bestimmte Entwicklung angelegt haben, in der wir Menschen vorkommen. Er kann auch einen Anstoß für die Entwicklung gegeben haben, ohne einen konkreten Plan zu verfolgen. Das Wunderbare ist: Wir Menschen sind das einzige bekannte Geschöpf, das über sich selbst und über Gott nachdenken kann.

    Antwort

  6. Trackback: Gedanken zur Evolutionstheorie (II) – “Evolution gegen Intelligent Design” « Spiritualität und Ethik

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