Bedeutung der Reinkarnation für ein neues Bewusstsein

In meinem Artikel habe ich an Hand des berühmten Fallbeispiels „Grace Doze“ Beweise für die Reinkarnation dargelegt, ebenso wie auch der berühmteste Reinkarnationsforscher Ian Stevenson als kritischer Wissenschafter am Ende seines Lebens zur vorsichtigen These kommt, dass seine unzähligen Fälle, die Reinkarnation nahelegen.

Selbst das zu solchen Themen eher sehr kritische Wikipedia schreibt „Für die parapsychologische Hypothese, dass die Reinkarnation ein reales Naturphänomen sei, stellen Stevensons Untersuchungsergebnisse die derzeit besten Argumente dar (Stand: 2007).“

Religiös ist das Konzept der Reinkarnation im Hinduismus, Buddhismus und Judentum (Kabbala) fester Bestandteil, im Christentum und im Islam sind sie weniger ausgeprägt.

In diesem letztgenannten Artikel über Ian Stevenson schloss ich mit dem Satz, in einem Folgeartikel zu erörtern, welche Bedeutung ein Beweis der Reinkarnation für ein neues Bewusstsein hat.

Hierzu muss man zwei Bereiche unterscheiden:

I. Auswirkungen auf das persönliche Leben

II. Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben

Im folgenden eine Zusammenfassung, basierend auf Hardo, T.: Wiedergeburt – Die Beweise S211ff

I. Die Auswirkungen des Reinkarnationsgedankens auf das persönliche Leben

1. Ich habe keine Angst vor dem Tod, da ich weiss, dass ich schon gelebt habe und nach einem Zwischenleben vermutlich wieder auf Erden inkarnieren werde

2. Wenn jemand stirbt, der mir nahesteht, ist es natürlich, traurig zu sein. Aber ich weiss, dass er auf einer anderen Ebene weiterlebt, oft bei mir ist, es von höherer Seite sein Schicksal war, abberufen zu werden und ich diese Person wiedersehen werde und es keinen Abschied für immer gibt.

3. Ich bin allen Menschen gegenüber tolerant eingestellt, solange sie nicht mich oder andere in meiner oder ihrer Freiheit behindern. Ich toleriere jede Art von Religionsausübung und Meinungsäußerung, solange sie anderen ein gleiches Recht zugestehen. Ich bin nie überheblich in meinem Denken Andersdenkenden gegenüber, habe ich doch vielleicht in einem früheren Leben auch so gedacht. Ich dränge niemanden meine Überzeugung auf.

4. Ich werde niemals andere Menschen diskriminieren, ganz egal, um wen es sich handelt. Denn ich weiss, dass auch ich vermutlich schon beiden Geschlechtern, verschiedenen Hautfarben, Völkern … angehört habe, bzw. selbst arm, behindert, unschön oder irgendwie anders war.

5. Ich werde anderen gegeüber nie neidisch sein, seien sie nun reicher, schöner, mächtiger, angesehener, klüger, gesünder … Denn sie haben sich für dieses Leben ihr Aufgabenfeld in der Schule des Lebens geschaffen, um mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln genau das zu lernen, was sie lernen können, um daraus spirituell zu wachsen.

6. Habe ich ein Kind, dann werde ich ihm die Chance einräumen, seine individuellen Anlagen, so sie nicht zerstörerisch sind, zu fördern. Ich werde ihm nicht meinen Willen aufdrängen oder seinen Willen brechen.

7. Ich weiß, dass ich mir meinen Partner nicht zufällig ausgesucht habe, sondern dass ich ihn schon aus früheren Leben kenne und wir uns im Zwischenleben dazu entschlossen haben, auf Erden wieder zusammen von- und miteinander zu lernen.

8. Ich akzeptiere meine Eltern so wie sie sind, denn ich habe sie mir vor meiner Inkarnation selbst ausgesucht.

9. Ich erkenne die mir im Leben begegnenden Personen, Ereignisse und Schicksalsschläge als wichtige Hilfen an, damit ich genau durch sie oder aus ihnen das lerne, was ich zu lernen habe.

10. Die Erde ist somit die Schule des Lernens. Wir lernen mit jeder Inkarnation, verständnisvoller, toleranter und vor allem liebevoller zu werden.

11. Ich weiß, dass ich, wo immer ich gegen die Liebe verstoße, selbst einmal derjenige zu sein habe, der lieblos behandelt wird. Nur dadurch lerne ich, liebevoll mit meinen Gedanken, Worten und Taten umzugehen. Alles, wodurch ich anderen schade, wird mir selbst einmal zum Schaden werden. Das Karmagesetz, das diesen Lernprozess steuert, ist immer gerecht. Es gibt für mich keine Ungerechtigkeiten. Deshalb weise ich auch keinem anderen Menschen oder keiner anderen Situation eine Schuld zu, sondern frage mich, was ich durch eine Benachteiligung zu lernen oder aus früheren Leben noch auszugleichen habe, denn nichts geschieht zufällig.

12. Ich weiß, dass alles im Leben einen Sinn hat, es gibt keinen Un-Sinn. Alles, was mir begegnet, hat eine Bedeutung für mich. Darum werde ich versuchen, den Sinn hinter den Dingen und Ereignissen zu erkennen.

13. Ich weiß, dass es an mir liegt, wie schnell oder wie langsam ich mich spirituell entwickle. Ich allein trage die Verantwortung dafür, was  mir im Leben an Gutem oder Widerlichem widerfährt, denn beides sind die Früchte meiner in früheren Leben gehegten Gedanken, gesprochenen Worten oder ausgeführten Taten.

14. Ich sehe das Leben als Geschenk an, mich mit jedem Erdenleben immer weiter in der Liebe und im Verstehen entwickeln zu dürfen. Es macht mir Freude, anderen bei ihrer Entwicklung behiflich sein zu dürfen und von ihnen Hilfe anzunehmen, die meiner Entwicklung zugutekommt. Deshalb bin ich an jedem Tag dankbar, auf Erden sein zu dürfen udn mehr über die Liebe zu erfahren und zu lernen.

(teilweise gekürzt wiedergegeben)

II. Auswirkungen des Reinkarnationsgedankens auf das gesellschaftliche Leben

1. Da die Reinkarnation als Faktum Allgemeingut ist, wird man jeden Menschen als wirklich gleichberechtigt ansehen. Es gibt keinerlei Diskriminierung mehr.

2. Das Karmagesetz wird Allgemeingut, was da heißt: Was Du einem anderen bewusst antust, sollst du an dir erfahren, entweder noch in diesem Leben oder in einem späteren. Denn das Karmagesetz ist immer gerecht.

3. Da jeder weiß, dass er eventuell in jedem Land oder bei jedem Volk oder bei den Angehörigen einer bestimmten Religion gelebt haben könnte, wird ein globales Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen. Es gibt unter den Staaten dieser Erde kein Konkurrenzdenken mehr, vielmehr herrscht ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders. man wird sich als Weltgemeinschaft fühlen, die sich gegenseitig Achtung, Toleranz und Verständnis entgegenbringt.

4. Man wird sich in Notsituationen gegenseitig helfen.

5. Jeder Einzelne wird dem Staat gegenüber ein ganz anderes Bewusstsein der Zugehörigkeit udn Mitverantwortung entwickeln.

6. Der Mensch, bevor er zu einem global verantwortlichen Weltbürger wird, fühlt sich als Bürger seines Staates mitverantwortlich.

(Zu den Punkten 5. und 6. würde ich persönlich mich freuen, wenn das Thema „Staat“ ein kleineres würde und viele Entwicklungen mehr auf regionaler Ebene ablaufen, was die beiden Punkte aber nur auf einen kleineren Bereich herunterbricht und deswegen nicht entwertet).

7. Glaubensgemeinschaften und Weltreligionen werden sich den Reinkarnationsgedanken zu eigen machen und in ihr Glaubenssystem integrieren, um eine Überlebenschance zu haben, denn die Reinkarnation ist ein Faktum.

(Auch hier meine ich, dass sich möglicherweise die etablierten Kirchen eher auflösen, bzw, tatsächlich ein Wandel der Integration des Gedankens in die Religionen stattfinden wird, was sie aber wirklich von Grund auf ändert).

Jedenfalls wird es keinen Gott mehr geben, der verkrüppelte Babies zur Welt kommen lässt oder der es zulässt, dass Millionen Menschen verhungern oder in Kriegen umkommen.

8. Die Rückführungstherapie wird eine große Aufgabe zu erfüllen haben.

9. In der Psychologie wird man viele der alten Theorien begraben müssen und neue Theorien aufstellen, um der Reinkarnation darin einen großen Platz einzuräumen.

10. In der Medizin wird man in vielen Bereichen umdenken müssen und die Reinkarnationstherapie begleitend einsetzen.

11. Da wir Menschen wissen, dass wir mit aller Wahrscheinlichkeit (weil wir ja nicht müssen, sondern es freiwillig tun, aber eines könnte das letzte Leben auf Erden sein, Anm d. Verf) auf dieser Erde wiedergeboren werden, wir es uns ein Anliegen sein, die Welt sauber und gesund zu halten, damit wir in unserem nächsten Erdenleben eine heile Welt vorfinden, in welcher wir uns seelisch und geistig weiterentwickeln können.

12. Die Philosophie wird jene großen Philosophien und Philosophen in den Vordergrund stellen, die den Reinkarnationsgedanken schon immer vertreten haben.

13. In der Kunst wird es einen ungeheuren Aufschwung geben, da den Künstlern ein neuer kreativer Themenbereich erschlossen wird und die Nachfrage beim Publikum über das Thema Reinkarnation groß sein dürfte.

14. Wir werden uns weniger um Ansehen und Macht oder Besitz bemühen, da wir wissen, dass es wichtiger ist, seine Liebe in sich größer werden zu lassen, weshalb wir eher bestrebt sind, unsere Schätze im Inneren zu sammeln statt im Außen.

Die Reinkarnation wird einen großen Beitrag dazu leisten, dass unsere Welt eine schönere und liebevollere wird, in der es eine Gnade ist, leben, lernen und lieben zu dürfen.

Resümee

Und wenn jemand vor allem in Bezug auf die Ergebnisse des Handelns aus anderer Weltsicht zu den gleichen Ergebnissen kommt, wird es genauso harmonisch sein.

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Alien
    Jul 11, 2012 @ 15:17:16

    „Ich akzeptiere meine Eltern so wie sie sind, denn ich habe sie mir vor meiner Inkarnation selbst ausgesucht.“

    Angenommen die Reinkarnation existiert, muss es noch nicht heißen, dass ich mir meinen neuen Körper selbst aussuche. Das könnte übrigens auch interessante Situationen hervorrufen, wenn sich zwei Seelen um einen Körper streiten.

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 11, 2012 @ 15:46:08

      Nein, muss es nicht. Interessanterweise gibt es dazu in zwei Büchern von Michael Newton (glaub beide in meiner Literaturliste), viele Fälle wo genau das Leben zwischen den Leben durch Regressionstherapie beleuchtet wird. Und dort scheint es fast unisono so zu sein, dass man sich sehr bewusst aussucht, als wer (und damit auch bei welchen Eltern) man inkarniert.
      Ob es Streit zwischen den Seelen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis

      Antwort

  2. Trackback: Literaturrundschau – Die Wissenschaft ist dem Wissen um das immaterielle Bewusstsein auf der Spur « Spiritualität und Ethik
  3. Trackback: Ein spirituelles Weltbild lebt, denn die Physik weiß sehr wenig « Spiritualität und Ethik

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