Wie wirkt Homöpathie?

Um nicht Leuten wie einem Mark Benecke, wie einmal im Sat1-Frühstücksfernsehen, die Information der Bevölkerung über Heilmethoden zu überlassen, stelle ich folgende Sendung von BR Alpha zur Information herein.

Sie zeigt auch, dass der Placebo-Effekt zwar ein guter Ausgangspunkt für eine Erklärung ist, dieser aber auch bei anderen Medikamenten teilweise Grundlage der Heilung ist. Es zeigt sich aber auch, dass Homöopathie wirkt, da bei Pflanzen ein Placeboeffekt wohl ausgeschlossen werden kann und auch zwei Ansätze der Erklärung der Wirkung.

Endlich eine gute, kompakte und dennoch fundierte Berichterstattung über Homöopathie, aus der sich auch ergibt, dass es für die klassische Homöopathie einen langjährig erfahrenen, tief arbeitenden Homöopathen braucht.

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14 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Irfy
    Jul 09, 2012 @ 21:53:29

    Also warum braucht man einen erfahrenen Homöopathen für Homöopathie?

    Wie wirkt Homöopathie?
    Gar nicht.
    Denn wenn etwas NUR Plazebowirkung zeigt, dann WIRKT es nicht.
    Damit klar ist was das heißt:
    Wenn dir ein erfahrener Homöopath (oder die Großmutter, das bleibt sich gleich) dir Belladonna C200 „verschreibt“ du aber (ohne dein wissen) Sulfur C200 nimmst, wird es wie Belladonna C200 erscheinen. Denn es ist egal was du nimmst und das ist auch gut so.

    Es wäre nämlich ein Katastrophe wenn Homöopathie wirken würde, denn dann sollte man alle Homöopathen einsperren und Homöopathie verbieten.
    Immerhin basiert die Symptombehandlung der homöopathischen Schulmedizin (Homöopathie IST eine Schulmedizin) auf den Arzneimittelbildern und seit 200 Jahren haben Homöopathen praktisch keine brauchbaren Arzneimittelbilder liefern können.

    Doch die Pharmazeutische Industrie versucht natürlich immer ihre wirkungslosen Mittel so lange zu verkaufen wie es geht. Homöopathie ist da sehr gut, immerhin verkaufen sie schon seit 200 Jahren wirkungsloses und noch immer regen sich Leute auf, wenn man das beim Namen nennt.

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 09, 2012 @ 22:03:26

      Ich schalte es der Fairness halber frei, sehe aber dass es der übliche Standardsatz der Skeptiker Hardliner ist. Es zeigt, dass beim Schreiber keine eigenen Erfahrungen mit Homöopathie vorliegen und eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema nicht gegeben und nicht gewünscht ist. Finde ich persönlich zwar schade, nehme ich aber zur Kenntnis.

      Antwort

      • Irfy
        Jul 10, 2012 @ 08:55:36

        Ich sehe mal das das der übliche Standardsatz der Homöopathiegläubigen ist.
        Wahrscheinlich wird der kommentar nicht freigeschalten, aber was soll’s.
        Warum glauben Sie eigentlich, dass wenn man Homöopathie ablehnt (lehne ich sie eigentlich ab, ich behaupte mal zuerst mal nur dass sie wirkungslos ist), dass man keine Erfahrung mit Homöopathie hat.
        Natürlich bin ich kein Homöopath, aber ich beschäftige mich jetzt seit etwa 10 Jahren intensiv mit dem Thema.
        Eine zeitlang war ich der Homöopathie gegenüber nicht abgeneigt, war selber beim Homöopathen und habe mein Kinder homöopathisch behandeln lassen.

        Doch dann habe ich das benutzt, dass man als die ökologische Nische des Menschen bezeichnen kann.
        Denken
        Es schade zu finden was ich oben geschrieben habe finde ich genauso bedauerlich.
        Was für falsche Aussagen habe ich denn oben gemacht?
        Ich bin ein kritischer Mensch, wenn ich einen Fehler gemacht habe, würde es mich wirklich interessieren.
        So ganz ohne persöhnliche Beleidigungen in beide Richtungen und was sonst noch scheinbar zur Diskussion über Homöopathie oder ähnliche Themen gehört.

        – Ist Homöopathie kein Plazebo?
        – Wirken (natürlich nur Hochpotenzen) irgendwie so, dass man sie unterscheiden könnte?
        – Wo finden sich plausible Arzneimittelbilder (also bei den Ergebnissen der „Karl und Veronica Carstens-Stiftung“ etwa finden sich nicht wirklich positive Resultate, aber ich kenne auch nichts alles)
        – Ist Homöopathie keine Schulmedizin? (Also Schulmedizin ist eine Medizin, die nicht auf Wirkungsnachweisen beruht, sondern deren Wissen von einem Lehrer weitergegeben werden. Homöopathie ist daher die Schule nach Hahnemann um es kurz zu machen)
        – …

        PS.: Karl und Veronica Carstens-Stiftung ist eine meiner Hauptquellen für Information über Homöopathie, man muss halt manchmal etwas zwischen den Zeilen lesen
        PPS.: Ich persönlich finde Hahnemann einfach faszinierend und an ihm stört mich eben nur, dass er aus der Homöopathie eine Schulmdizin machte, statt seinen Schülern aufzutragen alles zu ändern, wo sie Fehler finden.
        PPPS.:Mich persönlich interessiert es auf welcher Basis wir Entscheidungen treffen (sollten). Wenn wir uns bewusst sind woher unsere Entscheidungen kommen und wie wir Sie treffen, und wohin sie führen, dann könne wir uns eine bessere, gerechtere und menschlichere Welt schaffen

        Alle unsere Entscheidungen basieren notwendigerweise IMMER auf unserem Glauben unserem Weltbild. Doch alleie Wissen kann uns helfen zu Ahnen was daraus werden wird und DANN muss unser Glaube diese Ergebnisse bewerten. Es beginnt mit Glaube und hört mit Glaube auf. Das Wissen ist unser Werkzeug um sehen zu können.

        Wissen ist unangenehm. Denn es ist „Glaubensfrei“
        Damit kann es dann manchmal mit Dingen kolidieren, die wir uns gerne vorstellen wollen.
        Doch die Erde ist eben KEINE Scheibe (und auch keine Kugel, …)
        Wir leben in einem Universum mit begrenzter Lichtgeschindigkeit und wohl ohne Möglichkeit diese zu überschreiten.

        Antwort

        • Irfy
          Jul 10, 2012 @ 09:03:40

          PS.:Sorry, dass ich so anfange wie Sie, aber es ist die Reflektion dessen was ich las.
          PPS.: Vielleicht hätte ich den ersten Post etwas weniger hart formulieren sollen, aber das ist das Problem mit wenigen Worten viel rüberzubringen. Ich arbeite daran, aber noch klinge ich manchmal etwas zu extremistisch
          PPPS.:Ansonsten ein interessanter Blog. Und für Spiritualität und Ethik bin ich sowieso zu haben

        • Violet Teki
          Jul 10, 2012 @ 19:24:56

          Dann antworte ich mal eher zuerst zum zweiten Teil Ihres Kommentars, wir können auch gerne per Du sein, aber ich habe auch nichts gegen das höflichere Sie, denn auch im echten Leben ist man nicht immer gleich mit allen per Du und es schimpft sich auch nicht so schnell, wenn man per Sie ist.
          Mal danke für das Lob im PPPS. Dem PPS stimme ich zu. Vieles klingt schriftlich sehr hart, es fehlt der Klang der Stimme, der Blick in die Augen, der direkte Kontakt, das sagen wir mal „spirituelle“, das zwischenmenschliche.
          Und ich bin in der letzten Zeit sehr geprägt, durch die sehr aggressive Form, wie über solche Dinge gesprochen wird, seitens Leuten der GWUP, der Skeptikersekte als Ganzes. Hier bleibt meist kein Spielraum mehr für Diskussion, es geht um „Ausschaltung des Gegners“ und mir kam es eben vor, dass Sie genau in diese Kerbe schlagen, zumindest klang der urpsrüngliche erste Kommentar so.
          Es liegt mir nicht und ich habe noch davon Gebrauch gemacht, einen Kommentar nicht freizuschalten. Wenn ich aber merke, dass es entweder persönliche Angriffe oder eben nur immergleiche Verhöhnungen sind, wie eben bei Leuten aus diesem Bereich, dann habe ich natürlich kein Interesse.
          Im Prinzip sucht man ja Diskurs und Disskussion, sonst bräuchten wir nicht zu bloggen und keine Kommentarfunktion dazu freischalten.

          Falls Sie sich für das sektenartige Gebärden der Skeptiker interessieren:
          http://www.skeptizismus.de
          http://www.esowatch.org
          http://www.gwup-skeptiker.blogspot.co.at/

          Eine versöhnliche, kritische Seite:
          http://www.esowatch.de/

          Dort findet man dann immer weitere Links, besonders interessant finde ich den Bericht eines Aussteigers, der sich liest wie bei jemanden, der es geschafft hat, Scientology zu verlassen.

          Die Irone an der Geschichte ist, dass es ja die Aufgabe der GWUP wäre, Forschung zum Thema „Paranormale Phänomene“ zu betreiben, es geht aber nur um lächerlich machen und bestreiten, und das auf eine sehr aggressive Weise.

          Natürlich sind auch die oben von mir angeführten Sites mit gewisser Skepsis zu lesen, auch hier ist die Ideologie stark.

          Wenn Sie aber schreiben, dass Sie sich für Spiritualität interessieren, hätten Sie in solchen Vereinen nur mit Spott und Hohn zu rechnen.

          Auch ich bin kritisch, hinterfrage Dinge und Methoden und bin sicher niemand, der alle Menschen zu alternativen Heilmethoden zwingen will. Ein gesundes Miteinander ist das wichtigste. Es wird ja auch von Skeptikerseite angeprangert, dass es Hochschulen für Homöopathie gibt (Viadrina Frankfurt) – die wurden bekämpft wie die Pest. Im Sinne der Wissenschaft wäre es aber enorm wichtig, dass auf dem Gebiet akademisch geforscht werden kann, offiziell. Denn nur so kann man Entwicklungen forcieren und Fehlentwicklungen hintanhalten.

          Es würde mich bei der Stelle interessieren, was Sie unter Spiritualität verstehen.

          Nun ein wenig zur Homöopathie: Haben Sie sich den Film angesehen/bzw. Lehrbücher über die Wirkungsweisen von Homöopathie gelesen?

          Dass Homöopathie nicht wirkt, glaube ich nicht, da ich es am eigenen Körper erlebt habe. Dass sie anders wirkt als herkömmliche chemische Medikamente ist mir auch klar und dass es einer gewissen „Gläubigkeit“ an das Prinzip bedarf, bestreite ich auch nicht. Da es aber auch bei der Anwendung bei Tieren und Pflanzen (wie auch im Film) zu Wirkungen kommt, schließt für mich den reinen Placeboeffekt aus, weil Pflanzen und Tiere vermutlich weniger durch Placeboeffekte Heilung erfahren.
          Die herkömmliche Form von Doppelblindstudien halte ich aber für ungeeignet, da die Wirkweise von Homöopathika anders ist.
          (Muss mal den Kommentar abschicken, weil er zu lange wird und das Fenster hängt)

        • Violet Teki
          Jul 10, 2012 @ 19:35:27

          Wissen ist unangenehm. Denn es ist “Glaubensfrei”

          Ich bin kein grosser Wissender über die Fragen des Wissens. Aber was wissen wir?

          Hierzu möchte ich meinen Unmut darüber festhalten, dass in den letzten Jahrhunderten das Wissen immer mehr den Naturwissenschaften alleine zugehörig sein soll, Geisteswissenschaften wurde immer mehr an den Rand der Wissenschaft gedrängt uns so quasi toleriert. Das ist mE bedenklich. Viele Disziplinen wir Soziologie, Wirtschaft, auch Psychologie mussten immer mehr versuchen Naturwissenschaften zu werden, um glaubhaft zu bleiben, was dazu geführt hat, dass immer mehr nur statistische Forschung betrieben wird.

          Inbesondere aber die Psychologie dreht sich um die Psyche, die Seele, das Geistige im Menschen und basiert auf innere Erfahrung. Angst, Panik, Liebe, Hass, jeder Art von Emotionen entziehen sich der Beschreibung durch die Physik oder die Chemie, es sind zutiefst „spirituelle“ Forschungsobjekte.

          Zum Abschluss für heute ein letzter Gedanke:

          Genauso wie es notwendig war zu forschen, damit man feststellen konnte, dass die Erde keine Scheibe ist, ist es notwendig interdisziplinär zu forschen, um dem Geist, der Seele, dem körperlosen Bewusstsein auf die „Schliche“ zu kommen. Wenn man es nur kategorisch ausschließt, weil es manchen „Skeptikern“ als unlogisch erscheint, hat das nichts mehr mit Wissenschaftlichkeit zu tun, sondern rein mit Ideologie, Politik, wiederum „Glaube“.

          Viel Erfolgt auch mit Ihrem Blog und freue mich auf weitere Diskussionen.

  2. Irfy
    Jul 10, 2012 @ 21:38:12

    Also ich werde das jetzt vom Beginn an geteilt weiter kommentieren.
    1.Teil GWUP
    Die GWUP als Sekte darzustellen ist vielleicht für jene die sich nicht genug damit beschäftigen eine nette Ausrede und wird natürlich von denen kräftig unterstützt, die damit verdienen, was die GWUP als wirkungslos aufzeigt. Nicht alles ist so harmlos wie Homöopathie.
    Sicher stehen Sie oft GEGEN den Mainstream und die Meinung der meisten Menschen, denn Homöopathie, Astrologie, … sind von fast allen akzeptiert. Dagegen zu reden ist immer ein Zeichen von Aggression.
    Sicher stimmt es, dass manche Agressiv sind oder andere lächerlich machen. Teilweise ist es Verzweiflung und andererseits sind manche Dinge lächerlich, wenn man sie aus einer anderen Warte sieht.
    Doch ich habe auch von vielen „Skeptikern“ gehört, dass Sie es bedauern boshaft gewesen zu sein. Es sind nun einmal Menschen und es ist nicht leicht jemand dazu zu bringen über das Nachzudenken, was man sagt.
    Ich versuche auch ruhig zu bleiben, wenn mir ein Kreationist daher kommt (hoffendlich nicht persönlich gemeint, sonst BITTE BITTE ignorieren) und ich mir die gleichen Argumente anhören kann, die ich schon 1000x gehört habe. Doch manche haben eben das schon 10000x gehört und nicht in jeder Situation blebt man dann gelassen.
    Ich habe die meisten Leute aus diesem Bereich nicht anders erlebt als alle anderen Menschen.
    Du hast dich ja auch nicht wirklich mit dem beschäftigt was ich in meinem ersten Kommentar geschrieben habe, sondern mal gemeint: „Was für ein Spinner, aber lassen wir ihn mal schreiben.“ Ich gebe zu die meisten Skeptiker reagieren ebenfalls so, denn das ist menschlich.
    Was die böse „GWUP“ Seite angeht, muss ich sagen, dass jene Teile die ich in der Lage bin fachlich zu beurteilen, keine Fehler gefunden habe, auf den von ihnen verlinkten Seiten dagegen (jetzt will ich ehrlich sein und zugeben, dass beides nur aus der Erinnerung stammt) schon.
    Meine These dazu ist das Menschen Menschen sind und wo Menschen sind werden diese auch Fehler machen. Darum gibt es ja eben Dinge wie Wissen, um diese Fehler zu minimieren.
    Wenn es Sekte geht, dann sollten Sie sich einmal ansehen, wie grundverschieden die Menschen sind, die „Skeptiker“ sind. Sie haben oft nicht einmal wirklich Gemeinsamkeiten,
    Atheisten, Agnostiker, Gläubige, Atheistische Spirituelle, Theologen, …
    Theoretiker, Praktiker, Wirtschaftsfachmänner, Psychologen, …

    Was diese Menschen überhaupt gemein haben ist die Erkenntnis das Menschen sich irren können und das man nicht schweigen darf, wenn Falsches behauptet wird. Manche sollten sicher mehr Diplomatisch sein, doch andererseits ist doch eines der Probleme der netten Skeptiker, dass sie nicht wirklich klar machen können wie ERNST ein Thema ist und wie sicher die Evidenz (derzeit!!!!) für ein Ergebnis.
    PS: Ausserdem ist es (ich denke Du hast es selbst schon erlebt) sehr frustierend, wenn man übere Homöopathie redet (das Thema dieses Artikels) und dann plötzlich mehr über etwas redet, das mit dem Thema nichts zu tun hat. Dies hier ist dein Blog, daher ist es von dir OK und zudem ist die Unterhaltung eher privat. Aber bei einem fremden Blog mit vielen Diskussionen nervt das halt viele. Das habe ich selbst das dann irgendwie die Diskussionen sich im Kreisdrehen und der nicht Skeptiker nichts liefert als heiße Luft und auf die britischen Bemerkungen nicht wirklich eingeht. Falls ich das auch mache. Einfach eine Ermahnung. Ich bin wie gesagt noch neu in dem Gewerbe und versuche oft in zu wenige Worte zu viel Information zu stecken.

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 19, 2012 @ 09:26:21

      Ich will zu dem Kommentar nur kurz festhalten:
      Es stimmt, überalls sind Menschen und wo Menschen sind Emotionen, Menschlichkeit und Fehler. Meiner Meinung nach, gebärdet sich die GWUP aber wie die Hüterin der Wahrheit auf einem Bild der Naturwissenschaft, wie es in ernsthaften Forscherkreisen nicht mal mehr gilt. Die Mitglieder sind nicht ernsthaft daran interessiert, dem auf Papier festgelegten Ziel der Aufklärung paranormaler Phänomene nachzugehen, es wird alles einfach pauschal „widerlegt“ und ins Lächerliche gezogen. Mehr will ich dazu nicht sagen, es ist nicht meine Aufgabe und ich will der GWUP eigentlich nicht mehr Aufmerksamkeit geben als ihr gebührt, nämlich sehr wenig.
      Es gibt übrigens in Deutschland Gruppierungen die solche Aufgaben viel ernsthafter vornehmen und ich bin der Meinung, dass diese Oberhand gewinnen werden.

      Antwort

  3. keinanfang1
    Jul 18, 2012 @ 22:41:38

    Ich will es mal ganz langsam angehen und mich jetzt nur auf das Thema des Beitrags konzentrieren.
    Ich habe das meiste wohl gerade hier geschrieben, trotzdem hier noch mal die Zusammenfassung.
    Dass Homöopathie nicht wirkt, glaube ich nicht, da ich es am eigenen Körper erlebt habe.
    Sehen Sie und schon hast du die magischen Worte benutzt um klar zu stellen, dass du das Konzept Wirkung nicht wirklich verstanden hast. Wirkung ist Wissen, aber was du erlebt haben ist ein Fakt. Ich kann jetzt sagen ich habe Homöopathie bei mir und anderen als wirkungslos und als reine Einbildung erlebt, was der Wahrheit entspricht. Ist jetzt einer von uns dumm, oder ein Lügner? Wenn wir das Wissenschaftlich nehmen nicht. Beides sind Fakten. Ich kann dir nicht beweisen, dass die Wirkungslosigkeit nicht aufgrund eines Fehlers des Behandlers kommt und du mir nicht beweisen, dass die Wirkung nicht nur Plazebo war, aufgrund der positiven Einstellung, einem Urlaub, einer Umstellung der Lebensgewohnheiten, mehr Tee, weniger Kaffee, … kommt.
    Erstens warum sollte Homöopathie anders wirken als andere Medikamente? Homöopathie ist eine pharmazeutische Theorie, die auf einer gewissen (inzwischen veralteten) chemischen Vorstellung beruht.
    Da es aber auch bei der Anwendung bei Tieren und Pflanzen (wie auch im Film) zu Wirkungen kommt, schließt für mich den reinen Placeboeffekt aus, weil Pflanzen und Tiere vermutlich weniger durch Placeboeffekte Heilung erfahren.
    Zudem ist es ein Märchen, dass Plazebos auf Tiere nicht wirken, jeder Tierbesitzer kann bestätigen wie gut die Haustiere auf die Stimmung ihrer Besitzer reagieren. Außerdem enthält dieses harmlose Wort Plazebo auch einige Täuschungen, die NICHT unbedingt der „Patient“ hat. Auch der „Behandler“ und der „Tester“ werden getäuscht. Und Pflanzen behandeln selten Pflanzen und reden tun Pflanzen auch sehr selten. Zudem gibt es ja auch genug Studien wo man zeigen konnte, dass Homöopathie eben nicht wirkt, wenn sie „sauber“ gemacht wurde.
    Die herkömmliche Form von Doppelblindstudien halte ich aber für ungeeignet, da die Wirkweise von Homöopathika anders ist.
    Ist Dir klar, das, wenn diese Aussage stimmen würde das Todesurteil der Homöopathie wäre? Es würde nämlich folgendes heißen: Der Homöopath kann nicht aufgrund der Symptome auf die wirksame Substanz zu schließen (was ja genau das gleiche ist, was auch ein „medizinischer“ Arzt macht). Keine Ahnung was du über Doppelbildstudien weißt, aber Homöopathie ist PERFEKT dazu geeignet in Doppelblindstudien getestet zu werden. Historisch gesehen ist es sogar so, dass die Plazebokontrollierte Randomisierte Doppelblindstudie (so eigentlich die korrekte Form) für die Homöopathie vor fast 200 Jahren erfunden wurde. Suche mal nach den Nürnberger Kochsalzversuchen. Zudem kann man ja Hahnemann als einen der Mitbegründer des Klinischen Test bezeichnen. Denn was ist die Arzneimittelprüfung im Grunde anderes als genau DAS??????
    Es wird zunächst einmal ein Gesunder herangezogen, der ja eventuelle Probleme leichter verkraftet als jemand der schon schwer krank ist. Zudem – und das Hahnemanns ausdrückliche Absicht – soll durch das feststellen des genauen Arzneimittelbildeses dem Therapeuten ermöglicht werden das „perfekte“ Mittel zu finden und nicht einfach das erste Mittel das halbwegs in den Kram passt. Damit wird ja dann eine Fehlverschreibung und Nebenwirkungen vermieden. Diese gibt es nach homöopathischer Vorstellung ja durchaus.
    (Muss mal den Kommentar abschicken, weil er zu lange wird)

    Antwort

  4. keinanfang1
    Jul 18, 2012 @ 22:43:31

    Hier der zweite Teil des Kommentars:

    Dazu steht die ausführliche Version hier
    Doch warum ist Homöopathie so perfekt per Plazebokontrollierte Randomisierte Doppelblindstudie zu untersuchen? Auch was soll es. Bei homöopathischer Forschung habe ich das einzige Mal erlebt, dass man die plazebokontrollierte randomisierte doppeltverblindete Crossoverstudie verwendet hat und das ist Huh! Wirklich das Beste was sich der Mensch auf dem Markt der Studien ausgedacht hatte. Besser geht nicht mehr.
    Hier aber die Argumente:
    1. Homöopathen machen genaue Aussagen wann welches Mittel zu verwenden ist. Praktisch ist auch noch, dass man in vielen Punkten zwar verschiedene Mittel zur Verfügung hat, aber meist eines das Mittel der ersten Wahl ist. (Nebenbei gesagt spielt es auch keine Rolle, wenn man etwa zu 60% das falsche Mittel gibt, denn das ändert nicht die Signifikanz, sondern nur den Wirkungsgrad.)
    2. Ich brauche gar keine komplizierten Wirkungsstudien zu machen. Damit man Homöopathie machen kann, braucht man Arzneimittelbilder. Diese sind das zentrale Element der Homöopathie. Wenn alles an der Homöopathie richtig ist, aber die Arzneimittelbilder nichts taugen, ist Homöopathie automatisch entweder unwirksam, oder sogar als gefährlich einzustufen.
    3. Homöopathen verwenden seid langen schon bei der Arzneimittelbildbestimmung Plazebos als Kontrolle, auch bisher selten auf eine wissenschaftliche brauchbare weise.
    4. Arzneimittelstudien werden von professionellen Homöopathen gemacht und ausgewertet, daher sollte hier IMMER eine ausreichende Kompetenz vorhanden sein. Zudem sollte es nicht schwer sein, die vorhandenen Strukturen so zu erweitern, dass in Zukunft alle Ergebnisse sicher und wiederholbar sind. Eigentlich ist es eine potentielle Patientengefährdung und damit sicher nicht „state oft he art“ wenn das nicht schleunigst gemacht wird, vor allem das selbst Homöopathen dies schon lange selber erkannt haben und kritisieren. (Siehe etwa den Donner Report)

    Antwort

    • Violet Teki
      Jul 19, 2012 @ 10:00:38

      Ich will das ganze mal ganz anders beantworten, als von Dir nun vermutet. Auf die einzelnen Punkte wissenschaftlich einzugehen wäre vermutlich nutzlos, weil ich zu wenig Wissen dazu habe und trotzdem wieder das alte Spiel der Konfrontation, die zu nichts führt, entstehen würde.

      Ich glaube, dass es ein grosses Problem der Homöopathie ist, naturwissenschaftlich sein zu wollen. Ich glaube auch nicht, dass dies von allen Homöopathen so unterstützt wird.

      Die Homöopathie ist für mich ein Teil eines gesamtheitlichen Systems der Erkenntnis, der Heilung, Sie ist für mich Teil der Esoterik und nicht der Exoterik. Jetzt wird aber die Homöopathie, genau wie die Astrologie, von der zunehmenden Ver-Naturwissenschaftlichung der Welt, irgendwie dazu genötigt, naturwissenschaftlich zu sein. Jetzt spalten sich die Meinungen unter Homöopathen, genauso wie unter Astrologen vermutlich in zwei Gruppen.
      1. Die einen, die meinen, was wir tun ist nachweisbar, belegbar, und das werden wir euch beweisen. Und dann geht das ganze los. Immer mehr verstrickt man sich in den Versuchen naturwissenschaftlich zu beweisen – und ich persönlich meine, dass das so nicht funktioniert.
      2. Die anderen, die den esoterischen Aspekt der Methoden kennen, darum wissen, und mehr nicht wollen, die eigentlich niemanden was beweisen wollen, sondern eigentlich nur Menschen, die ihre Hilfe in Anspruch nehmen wollen, helfen wollen.

      Im Prinzip sind es zwei Sichten der Welt – eine exoterische und eine esoterische. Beide sind Glaubensfragn, auch wenn derzeit die Vertreter der exoterischen Sicht meinen, sie hätten die Wahrheit gepachtet.

      Dass Homöopathie nicht wirkt, glaube ich nicht, da ich es am eigenen Körper erlebt habe.
      Sehen Sie und schon hast du die magischen Worte benutzt um klar zu stellen, dass du das Konzept Wirkung nicht wirklich verstanden hast. Wirkung ist Wissen, aber was du erlebt haben ist ein Fakt. Ich kann jetzt sagen ich habe Homöopathie bei mir und anderen als wirkungslos und als reine Einbildung erlebt, was der Wahrheit entspricht. Ist jetzt einer von uns dumm, oder ein Lügner?

      (Nur Anmerkung am Rande: so zu zitieren kann manchmal hilfreich sein, denn in den Kommentaren war mir manchmal nciht klar, ob ich zitiert wurde oder eine Aussage von Ihnen kam).

      Das scheint auf den ersten Blick sehr plausibel, aber warum wirkt denn das Pharmazeugs bei den Menschen meist nicht und dort ist aber die Wirkung Wissen?
      Es ist doch ständige Praxis, dass Menschen zum Arzt kommen und dies oder jenes Symptom haben. Dann stellt man fest „zu hoher Blutdruck“ und dann geht da Radl los – „es wirkt nicht“, „na, dann probieren wir halt was anderes“ – „gehts Ihnen besser?“ – „naja, ja, aber jetzt kann ich nicht einschlafen“ – „na, dann probierens die Tabletten, da schlafens besser ein“ und so geht eines ins andere. Mit ganzheitlichen Methoden wird den Menschen einfach oft besser geholfen.

      Abschließend dazu:

      ICH GLAUBE, dass jeder Krankheit selbst verursacht ist, durch Gedanken, durch Handlungen, durch Einstellungen (die Schulmedizin nennt das dann Psychosomatisch) – und ICH GLAUBE, dass jeder Mensch sich nur selbst heilen kann, die Selbstheilungskräfte angesprochen werden müssen. Nun gibt es Menschen, die können das selbst, die „heilen“ sich vorbeugend und bei beginnenden ersten Symtomen. Andere gehen zum Arzt, und werden durch Zuspruch, durch den Glauben, geheilt zu werden, gesund – egal ob vom Hausarzt mit ein paar Medikamenten oder vom Homöopathen durch sagen wir mal „Placebos“. Andere werden weder durch die Schulmedizin, noch durch alternative Heilmethoden gesund. (abgesehen davon, dass wir alle mal sterben müssen und ein Mensch, der geschwächt am Ende seines Lebens mit 97 Jahren, wohl nicht ein gutes Beispiel wäre, ob diese oder jene Methode wirkt).

      Ich will damit klar machen, dass ich ein esoterisches Weltbild vertrete und das eigentliche Problem bei „Beweisen“ für Astrologie und Homöopathie und Reiki und ähnlichem die unterschiedliche Weltsicht ist.

      Antwort

    • Violet Teki
      Jul 19, 2012 @ 10:09:59

      Bei homöopathischer Forschung habe ich das einzige Mal erlebt, dass man die plazebokontrollierte randomisierte doppeltverblindete Crossoverstudie verwendet hat und das ist Huh! Wirklich das Beste was sich der Mensch auf dem Markt der Studien ausgedacht hatte. Besser geht nicht mehr.

      Echt? Was ist so toll daran, wenn ein Medikament mit placebokontrollierten, randomisierten, doppelverblindeten Crossoverstudien (KLINGEN tuts wirklich toll, das gebe ich zu!) getestet wurde, man stellt fest, es wirkt in 35% der Fälle (abgesehen von den üblichen Tricks der Pharmalobby) gegenüber Placebos, die nur in 20% der Fälle wirken, wenn ich bei den 65% bin, bei denen es nicht wirkt?

      Bringt mir „Nüsse“, ausser den Nebenwirkungen, die meist bei komplexeren Medikamanten massiv sind.

      Und ich lese immer wieder die Aufdeckungen, wie die Pharmalobby fälscht, betrügt, Studien trickst … und da wird mir übel.

      Letztendlich ist es Sache der eigenen Einstellungen und wird kaum letztendlich klärbar sein.

      Für mich ist klar, Pharmazeugs nur in extremsten Notfällen, wenn alles andere, alternativmedizinische Potential versagt hätte.

      Antwort

  5. keinanfang1
    Jul 19, 2012 @ 15:52:03

    Also Homöopathie IST SCHULMEDIZIN, Medizin dagegen nicht.
    Denn Schulmedizin ist dadurch definiert, dass die Lehren auf den Aussagen und Erfahrungen von „Lehrern“ aufbauen. Man diese Medizin also Lernen muß. Man könnte also diese Medizin wenn sie verloren geht nicht wieder aufbauen. Medizin dagegen basiert auf Wissen und Wissen ist ja universell, also immer überprüfbar und wiederholbar. Daher würde sich die Medizin auch wieder entwickeln, selbst wenn wir alles vergessen haben, was heutige Medizin ausmacht.
    Doch vielleicht sollte man auch noch erwähnen, das mit Medizin natürlich das Wissen gemeint ist und nicht das medizinische System (das du ja meist kritisierst)

    Ich glaube, dass es ein grosses Problem der Homöopathie ist, naturwissenschaftlich sein zu wollen. Ich glaube auch nicht, dass dies von allen Homöopathen so unterstützt wird
    Hier glaube ich, liegt das ganze Problem.
    Naturwissenschaftlich zu untersuchen heist ja nichts anderes, als eine Behauptung zu untersuchen. Wenn ich behaupte ich kann fliegen, ist das ohne Problem zu untersuchen. Warum sollte das für Homöopathie anders sein?
    Das hat wie gesagt nichts mit einer Weltsicht zu tun.
    Ich kann fliegen oder nicht. Die Erde ist eine Scheibe oder nicht.
    Jede Behauptung die Konsequenzen hat kann überprüft werden.

    Wenn Homöopathie als Wirkungslos erkannt ist, bedeutet das erst einmal das die Aussagen der Homöopathen wertlos sond.
    Bedeutet das nun das die Homöopathie NUTZLOS ist?
    NEIN nicht unbedingt.
    Denn wie du selber geschrieben hast kann dann Zuwendung, sonstige Ratschläge, … des Homöopathen einen noch immer helfen. Darum geht es aber mit der Aussage „wirkungslos“ NOCH gar nicht.
    Es spricht auch nichts dagegen Homöopathe zu verwenden wenn klar ist das sie Wirkungslos ist. Bei Grippe ist es sicher besser dem Patienten ein Homöopathikum zu geben, als ein Antibiotika, wobei der wirklich gute Arzt dem Patienten klar macht, dass der Aufenthalt im Bett die beste Behandlung ist.

    Darüber kann man NACHHER reden, wenn klar ist ob und in welchem Umfang Homöopathe wirkt. Denn dann kann ich festlegen in welchem Bereich ich ein Medikament (das glit natürlich allgemein) einsetze. Wenn noch nicht einmal klar ist was ein Medikament bewirkt, wie soll ich es denn dann einsetzen? Homöopathen haben eine klare Vorstellung wie Mittel wirken, also sind es DEFINITIV naturwissenschaftliche Aussagen und Homöopathe gehört ja auch zur Pharmazie.

    Wenn man sagt Homöopathie wirkt ausschließlich „Psychosomatisch“ dann ist das ident mit der Aussage Homöopathe wirkt NICHT.

    Und ich lese immer wieder die Aufdeckungen, wie die Pharmalobby fälscht, betrügt, Studien trickst … und da wird mir übel.
    Immerhin betreiben sie Studien und nicht alle sind gefälscht.
    Doch meiner Meinung nach sollten ach diese Esoterischen Untriebe beseitigt werden. Denn wie verteidigen sie das? Doch genau mit den Worten die du verwendet hast. Wir GLAUBEN …. Doch warum willst du deren Glauben madig machen? Ist deiner etwa besser, als der von anderen? (Sorry)

    Letztendlich ist es Sache der eigenen Einstellungen und wird kaum letztendlich klärbar sein.Das ist wie gesagt definitiv falsch. Es IST klärbar und es IST bereits geklärt. Natürlich steht es jedem frei nicht ERKENNEN zu wollen. Wir haben ja (glücklicherweise) Meinungsfreiheit.

    Sorry, dass ich das vergessen habe, aber ich habe meine Antwort in Word geschieben, und dann schlicht vergessen, dass ich das noch nicht gesetzt habe. Denn kam war es hineinkopiert, haben die Kinder geschrien und ich mußte weg
    So, aber jetzt EOT, sonst wird das noch zu lange

    Antwort

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